Weise Worte 2 - Sonnenstrahlenblumen~ Fotografie~Gedichte~Zitate

Sonnenstrahlenblumen
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Weise Worte 2

Zum Überdenken


Was sind die kleinen Freuden,
 
die uns Halt und Glück schenken?
Barfuß durch den warmen Sand gehen
Alle Pläne aufgeben, alle Termine absagen
Das Weite suchen, die Nähe finden
Im weichen Moss liegen
Bäume berühren, und Herzen
Sich fallen lassen, gehalten werden
Unbekannte Landschaften entdecken, in uns selbst
Nach Hause kommen
Beide Hände um ein Glas mit warmen Tee legen
Die Zeit anhalten und der Stille lauschen

Verfasser unbekannt



Die 10 Gebote der Indianer

1. Behandle die Erde und alles was auf ihr lebt mit Respekt!!!!
(Schärfe deinen Blick)

2. Bleibe stets in enger Verbindung mit dem Großen Geist
(Höre auf deine innere Stimme)

3. Zeige großen Respekt vor deinen Nächsten
(Bringe dir selbst Respekt entgegen)

4. Arbeite gemeinsam zum Wohle der gesamten Menschheit
(Hilf wo deine Kräfte stark sind)

5.Hilf und sei gütig wo immer dies gebraucht wird
(Lieber einmal zuviel helfen)

6.Tue das, von dem du weißt , das es richtig ist
(Denke nach bevor du handelst)

7.Kümmere dich darum, das Körper und Geist sich wohl fühlen
(Wann hast du das letzte mal etwas für Körper und Geist getan)

8.Verwende einen Teil deiner Anstrengungen für das Höhere Gute
(Versuchs mal mit einem Gebet)

9.Sei ehrlich und wahrheitsliebend zu jeder Zeit
(Sei zu dir selbst am ehrlichsten)

10.Übernimm die volle Verantwortung für alle deine Taten
(Nicht immer sind nur die anderen Schuld)



Ich lebe

Nicht zuletzt wegen der Menschen
die mich schon lange auf meinem Weg begleiten.
Auch Dank derer,
die meine Wege kreuzen.
Die mir das Gefühl geben,
eine wichtige Rolle in ihrem Leben zu spielen.
Die mir mit Kleinigkeiten Freude machen,
mich besondere Dinge erleben lassen,
mich inspirieren,
neue Ansichten des Lebens mit mir teilen,
meiner Einsamkeit den Kampf ansagen,
mein Leben lebenswert machen,
meine Hand halten, mich umarmen,
mich küssen und berühren,
Gedanken an mich verschwenden - irgendwo,
für mich da sind - egal wann,
mein Glück unterstützen,
die Gefühle erwidern,
Schmetterlinge in meinem Bauch tanzen lassen,
Herzklopfen verursachen,
ein Lächeln auf mein Gesicht zaubern,
Liebe und Fröhlichkeit in mein Leben bringen,
einfach an mich glauben!



Auf der ganzen Welt gibt es

niemanden wie mich.
Es gibt Menschen, die mir in vielem gleichen,
aber niemand gleicht mir aufs Haar.
Deshalb ist alles was von mir kommt,
mein Eigenes,
und weil ich mich dazu entschlossen habe.
Alles, was mit mir zu tun hat, gehört zu mir.
Mein Körper, mit allem was er tut,
mein Kopf, mit allen Gedanken und Ideen,
meine Augen, mit allen Bildern, die sie erblicken,
meine Gefühle, gleich welcher Art -
Ärger, Freude, Frustration, Liebe, Enttäuschung, Begeisterung.
Mein Mund und alle Worte, die aus ihm kommen,
höflich, lieb und schroff, richtig oder falsch.
Meine Stimme, laut oder leise,
und alles, was ich mir selbst oder anderen tue.
Mir gehören meine Phantasien,
meine Träume, meine Hoffnungen, meine Befürchtungen,
mir gehören all meine Siege und Erfolge
und all meine Niederlagen und Fehler.
Weil ich mir ganz gehöre,
kann ich mich näher mit mir vertraut machen
Dadurch kann ich mich lieben
und alles, was zu mir gehört, freundlich betrachten.
Damit ist es mir möglich, mich voll zu entfalten.
Ich weiß dass es einiges an mir gibt, das mich verwirrt und manches,
das ich noch gar nicht kenne.
Aber solange ich freundlich und liebevoll mit mir umgehe,
kann ich mutig und hoffnungsvoll
nach Lösungen für Unklarheiten schauen
und Wege suchen,
mehr über mich selbst zu erfahren.
Wie auch immer ich aussehe und mich anhöre,
was ich sage und tue, was ich denke und fühle,
immer bin ich es.
Es hat seine Berechtigung,
weil es ein Ausdruck dessen ist,
wie es mir im Moment gerade geht
Wenn ich später zurückschaue,
wie ich ausgesehen und mich angehört habe,
was ich gesagt und getan habe,
wie ich gedacht und gefühlt habe,
kann es sein,
dass sich einiges davon als unpassend herausstellt.
Ich kann das, was unpassend ist, ablegen
und das, was sich als passend erwiesen hat, beibehalten
und etwas neues erfinden für das, was ich abgelegt habe.
Ich kann sehen, hören, fühlen, denken, sprechen und handeln.
Ich besitze die Werkzeuge, die ich zum Überleben brauche,
mit denen ich Nähe zu anderen herstellen
und mich schöpferisch ausdrücken kann, und die mir helfen,
einen Sinn und eine Ordnung
in der Welt der Menschen und der Dinge
um mich herum zu finden.
Ich gehöre mir
und deshalb kann ich aus mir etwas machen.
Ich bin ich
und so wie ich bin, bin ich ganz in Ordnung.



Glück ist,
wenn man sich seiner Sorgen bewusst ist
und doch Freude verspüren kann.



Für einander da sein...

Für einander da sein,
einander vertrauen können,
sich verlassen können,
sich entspannen
und zurücklegen können,
zuhören, Rat geben,
Trost spenden,
Tränen auffangen,
leben lassen,
miterleben,
freilassen,
Wärme zeigen,
Stärke vermitteln,
Konflikte lösen,
vergessen können,
verkraften lernen,
akzeptieren, tolerieren,
miteinander lachen, weinen,
Kind sein, reifen,
streiten, vertragen,
träumen, realisieren,
wünschen, erfüllen.
FREUNDE SEIN Laut, leise,
liebevoll, hasserfüllt,
fröhlich, traurig,
lebhaft, müde,
wahr, falsch,
ernst, flatterhaft,
tiefgründig, oberflächig,
stark, schwach,
exzessiv, vernünftig,
FREUNDSCHAFT

von Ramona



Befreiung des Herzens

Steig heraus
aus dem Teich des Selbstmitleids
bevor er überläuft
Wirf Sie in die Luft
die Schmetterlinge der Angst
die Dein Herz verpuppen
Fasse den Mut
der Dein Leben in ein Paradies verwandeln kann
denn sei gewiss
Einsamkeit ist keine Kunst
Sprenge Ihn
den Kerker Deines Stolzes
der Dich vor der Wärme
der Berührung trennt denn glaube
der Brunnen der Liebe ist für alle geöffnet
Wink Sie herbei
die Wolken des Glücks
die Deine Seele umhüllen wollen denn dann
wird die Kälte der Gefühlsarmut an Dir vorbeiziehen
Komm herunter
die Treppen Deines Schmerzes
und ein neuer Morgen wird erblühen
Dann blicke in den Spiegel Deines Herzens
und sage mir
Was siehst Du?

(Marudon - Februar 2001)



Vater und Sohn 

Ein Sohn nimmt seinen in die Jahre gekommenen Vater mit in ein Restaurant, 
um dort ein leckeres Abendessen zu genießen. 
Sein Vater ist ziemlich alt und deswegen auch schon etwas schwach. 
Während er isst fällt immer wieder mal etwas Essen auf sein Hemd und die Hosen. 
Die anderen Gäste starren den Mann mit vor Ekel verzerrten Gesichtern an, 
doch sein Sohn bleibt seelenruhig.
Nachdem beide mit dem Essen fertig sind, geht der Sohn, 
dem das Ganze immer noch kein Stück peinlich ist, gemächlich mit seinem Vater zu den Toiletten. 
Dort wischt er ihm die Essensreste aus dem faltigen Gesicht,
 versucht die Flecken aus der Kleidung zu waschen, 
kämmt ihm liebevoll das graue Haar und richtet zum Schluss seine verrutschte Brille.
Als die beiden den Waschraum verlassen, herrscht im gesamten Restaurant Totenstille.
 Niemand kann verstehen, wie man sich öffentlich so blamieren kann. 
Der Sohn zahlt noch die Rechnung und will gehen, 
da steht ein älterer Herr unter den Gästen auf und fragt ihn:
 „Meinen Sie nicht, dass Sie etwas hier gelassen haben?“
Der antwortet: „Nein, das habe ich nicht.“ 
Doch die Antwort des fremden Mannes ist: „Doch das haben Sie! 
Sie haben hier jedem Sohn eine Lektion hinterlassen, und ihren Vätern Hoffnung!“ 
Jetzt ist es im Restaurant so still, man könnte eine Stecknadel fallen hören.
Es ist eine der größten Ehren sich einmal um die zu kümmern, 
die sich einst um uns gekümmert haben. Mit all der Zeit, Mühe und dem Geld,
 das unsere Eltern ihr Leben lang für uns geopfert haben, 
verdienen sie und alle alten Menschen den größten Respekt.

Thomas Schwarz




Das Herz

Es liegt tief und wachend in Dir verborgen,
kennt all Deinen Kummer und all Deine Sorgen,
weiß, wonach Du Dich sehnst und was Du vermisst,
bestimmt Deine Gefühle und wer Dir wichtig ist.
Es ist Deine Seele und widerspiegelt Dein wahres ich,
ja, Dein Herz weiß am Besten, was gut für Dich ist.
Es kennt Deine geheimsten Wünsche und hat meistens recht,
deshalb folge seinem Rat und es geht Dir sicher nie schlecht.
Es führt Dich durch das Leben wie ein magisches Licht,
kennt die Wahrheit und weiß, 
wen Du liebst und wen eben nicht, 
versuche nicht, 
es zu hintergehen oder es absichtlich zu belügen,
denn Du würdest Dich am Ende nur selber betrügen.
Versuche nicht alles nur mit dem Auge und dem Verstand zu sehen,
sondern viel öfters auch einfach nur nach Deinem Herzen zu gehen...
Wenn Dein Verstand nicht mehr weiter weiß Dann frage Dein Herz,
denn es weiß gewiss... welcher Weg für Dich der richtige ist.



ALLEGORIE

... und es war Morgen, als Gott vor seinen zwölf Kindern Stand und in jedes von ihnen den Samen menschlichen Lebens Legte. 
Die Kinder traten nacheinander vor ihn, um seine Gaben zu empfangen.

„Dir, Widder, gebe ich als Erstem meinen Samen, damit du die Ehre hast, ihn zu pflanzen. 
Jeder Same, den du pflanzt, wird sich in deiner Hand eine Million mal vervielfältigen. 
Du wirst keine Zeit haben, den Samen wachsen zu sehen, denn alles, was du pflanzt, 
erzeugt wieder Neues, was gepflanzt werden muss. 
Du wirst der Erste sein, der die Ackerkrume des menschlichen Geistes mit meiner Idee durchdringt. 
Aber deine Aufgabe ist weder die Idee zu nähren, noch sie in Frage zu stellen. 
Dein Leben ist Tat, und die einzige Tat, die ich dir zuschreibe, ist: 
Beginne damit den Menschen meine Schöpfung bewusst zu machen. 
Für deine gute Arbeit gebe ich dir die Tugend der Selbstachtung."

Ruhig ging der Widder zu seinem Platz zurück.

„Dir, Stier, gebe ich die Kraft, Substanz in den Samen zu legen. 
Deine Aufgabe ist von großer Art und erfordert Geduld, denn du musst das Begonnene vollenden, 
sonst wird der Same durch den Wind verschwendet. 
Es ist nicht deine Aufgabe, zu hinterfragen, deine Meinung in der Mitte zu verändern oder von anderen abzuhängen bei dem, was ich von dir fordere. 
Dafür schenke ich dir die Gabe der Stärke. Nutze sie weise.“

Der Stier ging zum Platz zurück.

„Dir, Zwilling, gebe ich die Fragen ohne Antworten, damit du allen eine Einsicht bringen kannst von dem, was sie um sich herum sehen. 
Du wirst niemals wissen, warum die Menschen reden oder zuhören, 
aber auf der Suche nach der Antwort wirst du mein Geschenk des Wissens finden.

Und Zwilling ging zurück auf seinen Platz.

„Dir, Krebs, gebe ich die Aufgabe, die Menschen etwas über Empfindungen zu lehren.
 Ich möchte, dass du die Menschen zu Lachen und zum Weinen bringst, 
damit sie das Gesehene und Gehörte zu innerem Reichtum entwickeln. 
Dafür erhältst du von mir das Geschenk der Familie, damit sich dein Reichtum vermehrt.“

Und Krebs ging zurück an seinen Platz.

„Dir, Löwe, gebe ich die Aufgabe, die Welt meine Schöpfung in all ihrem Glanz zu offenbaren. 
Aber du musst mit deinem Stolz vorsichtig umgehen und dich immer daran erinnern, 
dass es meine Schöpfung ist und nicht deine. 
Denn wenn du es vergisst, werden dich die Menschen verschmähen.
 Es gibt viel Freude bei deiner Arbeit, wenn du sie nur richtig machst. 
Dafür sollst du das Geschenk der Ehre erhalten.“

Und Löwe ging zurück auf seinen Platz.

„Du, Jungfrau, erhältst die Aufgabe, alles zu prüfen, was der Mensch mit meiner Schöpfung gemacht hat. 
Du sollst seine Wege gründlich erforschen und ihn auf seine Irrtümer aufmerksam machen, 
damit durch dich meine Schöpfung vollkommen werden kann. 
Hierfür gebe ich dir das Geschenk der reinen und klaren Gedanken.“

Und Jungfrau ging zurück an ihren Platz.

„Dir, Waage, gebe ich die Aufgabe des Dienens, damit der Mensch sich auf seine Pflichten dem Nächsten gegenüber besinnt, auf dass er Zusammenarbeit lernen kann, 
wie auch das Betrachten seiner Handlungen von einem anderen Standpunkt aus. 
Ich bringe dich überall hin, wo es Unstimmigkeiten gibt, 
und für deine Bemühungen will ich dir die Gabe der Liebe schenken.“

Und Waage ging an ihren Platz zurück.

„Dir, Skorpion, gebe ich eine sehr schwierige Aufgabe. 
Du wirst fähig sein, die Gesinnung der Menschen zu kennen, aber ich erlaube dir nicht, 
über das, was du lernst, zu sprechen.
 Oft wirst du unter dem Gesehenen leiden und in deinem Schmerz wirst du dich von mir abwenden. 
Darüber vergisst du, dass nicht ich es bin, der dein Leid verursacht, sondern die Verdrehung meiner Idee. 
Du wirst so viel von dem Menschen sehen, dass du ihn wie ein Tier kennen lernst, und du hast viel mit seinen animalischen Instinkten in dir selbst zu kämpfen, dass du deinen Weg au den Augen verlierst. 
Aber wenn du schließlich zu mir zurückkehrst,
 habe ich für dich das höchste Geschenk der Zielstrebigkeit.“

Und Skorpion ging zurück.

„Schütze, von dir fordere ich, dass du die Menschen zum Lachen bringst, denn inmitten ihres Missverstehens meiner Idee werden sie verbittert. 
Durch Lachen gibst du den Menschen Hoffnung, 
und durch die Hoffnung richten sie ihr Augenmerk wieder auf mich. 
Du wirst mit vielen Leben in Berührung kommen, wenn auch nur für einen Augenblick, und du wirst die Ruhelosigkeit in jedem Leben spüren. 
Dir, Schütze, gebe ich das Geschenk des unendlichen Überflusses, damit du dich weit genug ausbreiten kannst und selbst die finstersten Ecken erhellen kannst.“

Und Schütze ging zurück auf seinen Platz.

„Von dir Steinbock, fordere ich den Schweiß deines Angesichts,
 damit die Menschen von dir das Arbeiten lernen. 
Du hast keine leichte Aufgabe, denn die Mühen aller Menschen werden auf deinen Schultern liegen; 
doch für die Bürde deiner Lasten lege ich die Verantwortung für die Menschen in deine Hände.“

Und Steinbock ging zurück.

„Dir, Wassermann, gebe ich die Vorstellung von der Zukunft, 
auf dass die Menschen andere Möglichkeiten sehen können. 
Du wirst den Schmerz der Einsamkeit erfahren, denn ich erlaube dir nicht, meine Liebe zu personifizieren. 
Doch dafür, dass du den Menschen neue Möglichkeiten aufzeigst erhältst du von mir das Geschenk der Freiheit, damit du der Menschheit immer zur Stelle bist, 
wenn sie dich braucht.“

Und Wassermann ging an seinen Platz zurück.

„Dir, Fische, gebe ich die schwierigste Aufgabe von allen. 
Du sollst die Sorgen aller Menschen sammeln und sie mir zurückgeben. 
Deine Tränen werden schließlich meine Tränen sein. 
Das Leid, das du auf dich nimmst, ist die Folge des menschlichen Missverstehens meiner Idee, 
doch du sollst Erbarmen mit ihnen haben, damit sie es noch einmal versuchen können. 
Für diese schwierige Aufgabe erhältst du das größte Geschenk von allen. 
Du wirst das einzige meiner zwölf Kinder sein, das mich versteht. 
Doch diese Gabe ist nur für dich allein, denn wenn du versuchst, 
sie auszustreuen wird man dir nicht zuhören.“

Und Fische ging zurück auf seinen Platz.

... dann sprach Gott: „Jeder von euch hat einen Teil meiner Idee.
 Ihr dürft diesen Teil weder mit meiner ganzen Idee verwechseln noch sollt ihr euch wünschen, 
die einzelnen Teile miteinander zu vertauschen. 
Denn jeder von euch ist vollkommen, doch das werdet ihr nicht eher wissen, 
bis alle zwölf von euch EINS sind. 
Und erst dann wird jedem einzelnen von euch die Ganzheit meiner Idee offenbart werden.“

Und die Kinder gingen, jedes von ihnen fest entschlossen, sein Bestes zu tun, 
um seine Gabe in Empfang nehmen zu können. 
Doch keines von ihnen verstand seine Aufgabe uns sein Geschenk ganz, 
und als sie verwirrt zu Gott zurückkamen, sprach er: 
„Jeder von euch glaubt, dass die anderen Gaben besser seien. 
Darum erlaube ich euch zu tauschen.

Und für den Moment war jedes Kind begeistert, als es all die Möglichkeiten seiner neuen Aufgabe erwägte. 
Aber Gott lächelte, als er sagte:
 „Ihr werdet noch viele Male zu mir zurückkommen und mich bitten, euch von eurer Aufgabe zu befreien, und jedes mal werde ich eurem Wunsche nachkommen. 
Ihr werdet durch unzählige Inkarnationen gehen bis ihr die ursprüngliche Aufgabe, 
die Ich für euch vorgesehen habe, vollständig erfüllt.
 Ich gebe euch unendlich viel Zeit dafür, 
doch erst nach Erfüllung dieser Aufgabe könnt ihr bei mir sein.“



Ich würde gerne mal mit dir

einen Nachmittag lang
durchs Universum fliegen.
Aber lass mich wieder zurück.
Ich hab noch soviel zu erledigen
hier unten,
bin wohl noch nicht ganz fertig.
Will im August in die Toscana,
hab noch eine Menge Musik zu machen,
muss ein paar Leuten auf die Zehen treten,
meine Leber hält auch noch einiges aus,
und
lieben will ich,
lieber Gott,
lieben,
bis mir das Fleisch von der Seele fällt.

Konstantin Wecker



Meine Tür soll unverschlossen bleiben.
Wenn du eintreten willst
brauchst keine Einlasskarte
musst dich nicht verstellen.
deine Tränen verstecken.
dein Lachen verbergen.
Brauchst du keine Maskerade.
Musst dich nicht verrenken
deine Angst überspielen
deinen Kummer übertönen.
Brauchst du dich nicht zu beweisen
musst nicht vollkommen sein
wirst nicht nach Erfolgen gemessen.
Meine Tür soll immer offen bleiben.
Wenn du bei mir bist
bist du da.
Du mit deinem Kummer
deiner Last
deinem Jubel
deinem Lachen
deinen alltäglichen Leidens- und Liebesgeschichten.
Hinter der offenen Tür
bin ich zu finden
ganz Auge und ganz Ohr.
Manchmal hilft das weiter
einen solchen Menschen zu haben
ein solcher Mensch zu sein.



Wenn du immer versuchst,
normal zu sein,
wirst du nie wissen,
wie toll du sein kannst.

Maya Angelou




Nacht

Nacht – Zeit des Schlafens: Zeit der Dunkelheit.
Manchmal auch Zeit der Sorge und des Wachens.
In der Nacht bin ich mit mir und meinem Leben allein.
Ich bin nicht von der Umwelt beansprucht und gefordert.
Ich kann zu mir selbst finden.
Zeit der Freiheit für meine Gefühle:
Zeit der Liebe und Zärtlichkeit – aber auch der Ängste:
Zeit des Unterbewussten, der Träume:
auch durch sie komme ich zu mir selbst.
Vertraut geworden mit dem,
was mich in der Tiefe bewegt,
kann ich Kraft sammeln für einen neuen Aufstieg:
Die Mitte der Nacht ist der Anfang des Tages.



Könnte ich einen Regenbogen einfangen,
würde ich es tun. Nur für Dich, um seine Schönheit mit Dir zu teilen.
An den Tagen, wenn Du Dich einsam fühlst, könnte ich einen Berg bauen, der nur Dein eigener wäre. 
Ein Ort der Aufrichtigkeit, ein Ort, um allein zu sein.
Könnte ich Deine Nöte in Händen halten, würde ich sie ins Meer werfen.
Doch all diese Dinge sind für mich unmöglich. 
Ich kann keinen Berg bauen oder einen Regenbogen einfangen.
Doch lass mich das sein, was ich am besten kann: ein Freund, der immer da ist.



Alles was ich möchte

ist ein bisschen Geborgenheit:
Zwei Arme die einen umarmen
und nie mehr los lassen.
Zwei Augen die einen bewundernd
ansehen und das Spiegeln ihrer
Liebe zu Tränen rühren lassen.
Einen Mund der zu einem spricht,
tröstende Worte ins Ohr flüstert.
Einen Körper, der wärmt, wenn man friert,
der Trost und Kraft spendet, wenn man mal
wieder vor Einsamkeit und Selbstzweifel
vergeht.
Ein bisschen Geborgenheit,
ein bisschen Liebe, mehr will man nicht.
Nur einen Menschen von dem man weiß,
dass er einen in seinem Herzen trägt.
Nur die Gewissheit zu haben, 
dass da jemand ist, der an einen denkt.



Ich wage es,
meine Gefühle zuzugeben,
nicht über ihnen zu stehen,
sondern berührbar und verletzbar zu sein.
Ich will Worte finden
für das, was ich spüre.
Du sollst von meiner Angst wissen,
aber auch von meinem Mut.
Du sollst meine Unsicherheit spüren,
aber auch meine Festigkeit.
Du sollst mich sehen,
wie ich schwimme, krieche und flieg.
Ich will meine Gefühle bewusst erleben
und dann entscheiden,
wie ich mit ihnen umgehen will.
Ich will sie nicht verdrängen,
noch mich von ihnen beherrschen lassen.
*
Ich wage es,
mich von meiner Intuition leiten zu lassen,
stärker aus meinem Gespür heraus zu leben.
Nicht mehr alles klar verstehen zu müssen,
weil ich dabei oft an dem Eigentlichen vorbeigehe.
Ich will tiefer wissen
Als nur mit meinem Kopf.
Ich will es wagen,
auch mal keine Argumente des Kopfes
mehr zur Hand zu haben,
sondern auf die Stimme tief in mir zu hören
und aus einer tieferen Weisheit zu schöpfen.
*
Ich wage der Mensch zu sein,
der ich bin:
unfertig, aber doch glücklich,
unsicher im Neuen und doch wissbegierig,
verwirrt im Überangebot der Ideen,
doch auch begeistert von Kleinigkeiten.
Zweifelnd und zögernd,
dann wieder mutig und ernst,
verzaubert von Worten
oder schweigsam zurückgezogen.
Manchmal zerrissen und voller Widersprüche,
aber auch einseitig und naiv.
Und noch vieles mehr bin ich,
oft nicht genau zu beschreiben.
Ich wage es,
mich selbst so anzusehen,
so zu lieben, wie ich bin
und mich auch so zu zeigen,
ob ich nun dafür geliebt werde
oder nicht.
*
Ich wage es,
an mich selbst zu glauben:
an meinen Drang nach Reife,
an meine Liebesfähigkeit,
an meine Begabung zur Freundschaft,
an meine entschiedene Ausdauer,
an meine immer neue Hoffnung.
Aber auch wenn ich versage und Fehler mache,
wenn ich unnötig verletze,
wenn ich anderen die Freiheit nehme,
wenn ich kleinkariert werde,
wenn ich mich nicht mehr erneuere,
wenn ich hart und unnahbar werde,
auch dann will ich glauben,
dass neben der Zerstörung
auch das Lebensförderliche in mir wohnt,
und ich will es hervorlocken
mit meiner Hoffnung und meinem Mut.
*
Ich wage es,
dir zu sagen
wie ich dich sehe,
auch wenn du es vielleicht
als Ablehnung erlebst.
Ich wage es,
die Rollen abzulegen,
die uns nicht zueinander
finden lassen.
Ich will dich
in deiner ganzen Eigenart
kennen lernen
und wünsche mir,
dass ich auch von dir so erkannt werde.
Ich wage es,
an das Gute in dir zu glauben,
mich dir anzuvertrauen,
dir entgegenzugehen.
*
Ich wage es,
den Teufelskreis des Misstrauens
zu durchbrechen.
Ich will dich nicht mehr verdächtigen,
dich nicht links liegen lassen.
Mit meinem Vertrauen
Will ich eine andere Wirklichkeit
zwischen uns bauen.
Und selbst wenn ich enttäuscht werde
von dir oder mir,
will ich immer wieder neu hoffen
und nicht zum Menschenverächter werden.
Ich will das Aufbauende in dir,
deine Hoffnung und deinen Lebensmut
hervorlieben und hervorlocken
und so selbst verändert werden.
*
Ich wage es,
dich allein zu lassen
in deinen Gedanken und Entscheidungen.
Ich will nicht für dich denken,
dich nicht mit meinen Vorschlägen entmündigen
und immer besser wissen,
was für dich gut ist.
Ich wage es,
mich nicht verantwortlich für dich zu fühlen.
Ich lasse dich deinen eigenen Weg finden,
nicht, weil ich dich nicht liebe,
sondern weil ich dich liebe.
*
Ich wage es,
ich selbst zu sein
und nicht der Mensch,
den du haben möchtest.
Ich wage es,
deine Wünsche nicht zu erfüllen,
falls ich mir dabei selbst untreu werden muss.
Ich will bei mir bleiben
und dich trotzdem finden.
Ich wage es,
mich dir zuzumuten
mit dem, was dir Mühe machen könnte.
Zwar werde ich mich immer wieder ändern,
aber nicht so, wie du mich haben willst,
sondern so, wie mich mein Weg
in die Reife führt.
*
Ich wage Neues,
weil ich im Alten
nicht mehr leben will.
Ich wage mich vor
In das Fremde und Ungewohnte
mit seinem Schmerz und seinem Glück.
Ich will mich den Veränderungen
mit ihrer Not und Unsicherheit
bewusst aussetzen.
Ich stelle mich Herausforderungen,
kämpfe mit meiner Angst
und aktiviere meine Fantasie.
Ich entfalte mich
und wage zu entdecken,
was noch alles in mir schlummert.
*
Ich wage es,
dir keine Beweise für meine Liebe zu geben
und von dir nicht zu verlangen,
dass du mir deine Liebe beweist,
weil das uns beide entwürdigt.
Du musst in dir wissen,
ob ich dich liebe,
und ich will in mich hineinhorchen
und feststellen,
wie du zu mir stehst.
Auch will ich dir glauben,
wenn du sagst.
dass du mich liebst,
und nicht an dir zweifeln.
Spüren wie die Liebe des andern
immer nur so stark,
wie wir uns selbst lieben?
*
Ich wage es,
dir in die Augen zu sehen,
auch auf die Gefahr hin,
dass ich in ihnen Ablehnung
und Unverständnis lesen werde.
Ich will nicht
mit einer Vorstellung von dir leben,
sondern dich ansehen,
wie du bist,
und das Wagnis eingehen,
verwundet zu werden.
*
Ich wage, allein zu gehen,
nur auf mich geworfen zu sein,
zu mir zu stehen
und Fuß vor Fuß zu setzen.
Wenigstens dieses Stück Weg.
Ich will meine Angst vor dem Alleinsein
erkennen und bekämpfen.
Ich will mich niemand anschließen,
kein Mitläufer sein,
kein Nachbeter und Anhänger,
sondern ein eigenständiger Mensch.
Ich will auf eigenen Füßen stehen
und feststellen, dass sie mich tragen
und dass die Erde hält
und ich auf ihr laufen kann,
ein freier Mensch.

 Ulrich Schaffer



Ein Märchen

Es war einmal ein Gärtner. Eines Tages nahm er seine Frau bei der Hand und sagte:
„Komm, Frau, wir wollen einen Baum pflanzen.“
Die Frau antwortete: „ Wenn du meinst, mein lieber Mann, dann wollen wir einen Baum pflanzen.“
Sie gingen in den Garten und pflanzten einen Baum.
Es dauerte nicht lange, da konnte man das erste Grün zart aus der Erde sprießen sehen. 
Der Baum, der eigentlich noch kein richtiger Baum war, erblickte zum ersten Mal die Sonne. 
Er fühlte die Wärme ihrer Strahlen auf seinen Blättchen und streckte sich ihnen hoch entgegen.
Er begrüßte sie auf seine Weise, ließ sich glücklich bescheinen und fand es wunderschön, auf der Welt zu sein und zu wachsen. 
„ Schau“, sagte der Gärtner zu seiner Frau, „ist er nicht
niedlich, unser Baum?“ Und seine Frau antwortete: „Ja, lieber Mann, wie du schon sagtest: Ein schöner Baum!“
Der Baum begann größer und höher zu wachsen und reckte sich immer weiter der Sonne entgegen. 
Er fühlte den Wind und spürte den Regen, genoss die warme und feste Erde um seine Wurzeln und war glücklich. 
Und jedes Mal, wenn der Gärtner und seine Frau nach ihm sahen, ihn mit Wasser tränkten und ihn einen schönen Baum nannten, fühlte er sich wohl. 
Denn da war jemand, der ihn mochte, ihn hegte, pflegte und beschützte. 
Er wurde lieb gehabt und war nicht allein auf der Welt. 
So wuchs er zufrieden vor sich hin und wollte nichts weiter als leben und wachsen, 
Wind und Regen spüren, Erde und Sonne fühlen, lieb gehabt werden und andere lieb haben.
Eines Tages merkte der Baum, dass es besonders schön war, ein wenig nach links zu wachsen, denn von dort schien die Sonne mehr auf seine Blätter. 
Also wuchs er jetzt ein wenig nach links.
„Schau“, sagte der Gärtner zu seiner Frau, „unser Baum wächst schief. 
Seit wann dürfen Bäume denn schief wachsen, und dazu noch in unserem Garten? 
Ausgerechnet unser Baum! Bäume wurden nicht erschaffen, damit sie schief wachsen, nicht wahr, Frau?“ Seine Frau gab ihm natürlich recht. 
„ Hol also unsere Schere, denn wir wollen unseren Baum gerade schneiden“.
Der Baum weinte. Die Menschen, die ihn bisher so lieb gepflegt hatten, denen er vertraute, schnitten ihm die Äste ab, die der Sonne am nächsten waren.
 Er konnte nicht sprechen und deshalb nicht fragen. 
Er konnte nicht begreifen. Aber sie sagten ja, dass sie ihn lieb hätten und es gut mit ihm meinten. 
Und sie sagten, dass ein richtiger Baum gerade wachsen müsse.
Also muss es wohl stimmen. Er wuchs nicht mehr der Sonne entgegen.
„Ist er nicht brav, unser Baum?“ fragte der Gärtner seine Frau. „Sicher, lieber Mann“, antwortete sie, „ du hast wie immer recht.
 Unser Baum ist ein braver Baum.“
Der Baum begann zu verstehen. Wenn er machte, was ihm Spaß und Freude bereitete, dann war er anscheinend ein böser Baum. 
Er war nur lieb und brav, wenn er tat, was der Gärtner und seine Frau von ihm erwarteten.
Also wuchs er jetzt strebsam in die Höhe und gab darauf acht, nicht mehr schief zu wachsen.
„Sieh dir das an“, sagte der Gärtner eines Tages zu seiner Frau, „unser Baum wächst unverschämt schnell in die Höhe. 
Gehört sich das für einen rechten Baum?“ Seine Frau antwortete: „Aber nein, lieber Mann, das gehört sich natürlich nicht. 
Bäume müssen langsam und in Ruhe wachsen. 
Und auch unser Nachbar meint, dass Bäume bescheiden sein müssten, ihrer wachse auch schön langsam.“
Der Gärtner lobte seine Frau und sagte: dass sie etwas von Bäumen verstehe. 
Und dann schickte er sie die Schere holen, um den Baum die Äste zu stutzen.
Sehr lange weinte der Baum in dieser Nacht. Warum schnitt man ihm einfach die Äste ab, die dem Gärtner und seiner Frau nicht gefielen? 
Und wer sagt, dass alles was Spaß macht nicht gut ist?
Der Baum wurde trotzig.
Na gut, wenn nicht in die Höhe, dann eben in die Breite. Sie würden ja schon sehn, wohin sie damit kommen. 
Schließlich wollte er nur wachsen, Sonne, Wind und Erde fühlen, Freude haben und Freude bereiten. In seinem Innern spürte er ganz genau, dass es
richtig war, zu wachsen. Also wuchs er jetzt in die Breite.
„Das ist doch nicht zu fassen.“ Der Gärtner holte empört die Schere und sagte zu seiner Frau:
 „ Stell dir vor, unser Baum wächst einfach in die Breite. Das könnte ihm so passen.
Das scheint ihm ja geradezu Spaß zu machen. So etwas können wir auf keinen Fall dulden!“ 
Und seine Frau pflichtete ihm bei: „Das können wir nicht zulassen. 
Dann müssen wir ihn eben wieder zurecht stutzen.“ Der Baum konnte nicht mehr weinen, er hatte keine Tränen mehr.
Er hörte auf zu wachsen. Ihm machte das Leben keine rechte Freude mehr. 
Immerhin, er schien nun dem Gärtner und seiner Frau zu gefallen. 
Wenn auch alles keine so rechte Freude mehr bereitete, so wurde er wenigstens lieb gehabt. So dachte der Baum.
Viele Jahre später kam ein kleines Mädchen mit seinem Vater am Baum vorbei. Er war
inzwischen erwachsen geworden, der Gärtner und seine Frau waren stolz auf ihn. Er war ein
rechter und anständiger Baum geworden.
Das kleine Mädchen blieb vor ihm stehen. „Papa, findest du nicht auch, dass der Baum hier ein bisschen traurig aussieht?“ fragte es.
 „Ich weiß nicht“, sagte der Vater. „Als ich so klein war wie du, konnte ich auch sehen, ob ein Baum fröhlich oder traurig ist. 
Aber heute sehe ich das nicht mehr.“ „Der Baum sieht wirklich ganz traurig aus.“ 
Das kleine Mädchen sah den Baum mitfühlend an. „Den hat bestimmt niemand richtig lieb. Schau mal, wie ordentlich der gewachsen ist. 
Ich glaube, der wollte mal ganz anders wachsen, durfte aber nicht. Und deshalb ist er jetzt traurig.“ 
„Vielleicht“, antwortete der Vater versonnen. „Aber wer kannschon wachsen wie er will?“ „Warum denn nicht?“ fragte das Mädchen. 
„Wenn jemand den Baum wirklich lieb hat, kann er ihn auch wachsen lassen, wie er selber will. Oder nicht?
„Er tut doch niemandem etwas zu leide.“
Erstaunt und schließlich erschrocken blickte der Vater sein Kind an. 
Dann sagte er: „Weißt du, keiner darf so wachsen wie er will, 
weil sonst die anderen merken würden, dass auch sie nicht so gewachsen sind, wie sie eigentlich mal wollten.“
„Das verstehe ich nicht, Papa!“ „Sicher Kind, das kannst du noch nicht verstehen. 
Auch du bist vielleicht nicht immer so gewachsen, wie du gerne wolltest. Auch du durftest nicht.“
„Aber warum denn nicht, Papa?“ Du hast mich doch lieb und Mama hat mich auch lieb, nicht wahr?“ 
Der Vater sah sie eine Weile nachdenklich an. „Ja“, sagte er dann, „sicher haben wir dich lieb.“ 
Sie gingen langsam weiter und das kleine Mädchen dachte noch lange über dieses Gespräch und den traurigen Baum nach.
Der Baum hatte den beiden aufmerksam zugehört, und auch er dachte lange nach.
Er blickte ihnen noch hinterher, als er sie eigentlich schon lange nicht mehr sehen konnte.
Dann begriff der Baum. Und er begann hemmungslos zu weinen.

 Heinz Körner



Glück gehabt?

Wann hatten wir „ Glück“ gehabt?
Vielleicht fällt uns ein Augenblick ein,
wo sich alles um Besten wandte:
Genesung von einer Krankheit,
Überwindung einer Krise in der Beziehung zu anderen,
Bewahrung in einer gefährlichen Verkehrssituation,
Bewältigung einer schwierigen Herausforderung.
Ein als Prüfung des Lebens empfundener Augenblick wurde bestanden.
Erleben einer „beglückenden“ Begegnung.
Ein Vorhaben ist mir „geglückt“.
Glück gehabt.
Wer zurückschaut, wird entdecken,
dass ihn das Glück öfters schon verwöhnt hat.
Sich das zurückliegende Leben besser bewusst zu machen,
ist zwar schon viel,
aber ich möchte versuchen,
dem Glück vor mir auf der Spur zu bleiben.
Wie kann ich „Glückssträhnen“ in meinem Leben vermehren“
Konservieren und festhalten lässt sich Glück nicht.
Die Erinnerung an erlebtes Glück ist möglich,
aber sie kann uns das Entbehren gegenwärtigen Glück doppelt schwer machen.
Glück kann man nicht stehlen.
Ich kann niemanden, der „vor Glück strotzt“
etwas davon wegnehmen.
Ich kann das Glück nie unter mein Dach zwingen
Aber – ich kann mit „geöffneten Türen“ leben
in der Hoffnung, dass es überraschend und unvermittelt
bei mir einkehrt.
Ich kann dafür sorgen,
dass es offene Räume für das Glück in meinem Leben gibt.
Und das beginnt möglicherweise damit,
dass ich nicht darauf warten, von jemandem beglückt zu werden,
sondern damit beginne,
jemanden glücklich zu machen.
Glück kann man schenken.
Gelingt uns das, so strahlt ganz viel Glück auf uns zurück.

Peter Klever



Nur Heute

1. Heute will ich glücklich sein. 
Deshalb glaube ich, was Abraham Lincoln sagte: "Die meisten Menschen sind so glücklich, wie sie sein wollen." 
Glück kommt von innen, es hat mit äußeren Umständen nichts zu tun.

2. Heute nehme ich alles, wie es ist, und zwinge den Dingen nicht meinen Willen auf. 
Familie, Arbeit und Glück - ich nehme es, wie es kommt, und stelle mich darauf ein.

3. Heute kümmere ich mich um meinen Körper. 
Ich bewege ihn, pflege ihn, ernähre ihn und vernachlässige oder missbrauche ihn nicht, 
damit er so perfekt reagiert, wie ich es mir wünsche.

4. Heute trainiere ich meinen Geist.
 Ich lerne etwas Nützliches und faulenze nicht, sondern lese etwas, 
das Anstrengung, Konzentration und Denkarbeit verlangt.

5. Heute mache ich drei Seelenübungen: 
Ich erweise jemand einen Gefallen, ohne dass er es merkt, 
und tue zwei Dinge, die ich nicht gern tue, um in Übung zu bleiben, wie William James das nennt.

6. Heute möchte ich erfreulich sein.
 Ich mache mich so hübsch wie möglich, ziehe mich nett an, spreche leise, 
bin höflich, lobe oft, kritisiere niemand, nörgle nicht und versuche nicht, andere zu ermahnen oder zu verbessern.

7. Heute lebe ich allein für diesen Tag und versuche nicht, alle Probleme meines Lebens auf einmal zu lösen. 
Zwölf Stunden kann ich Dinge tun, die ich hassen würde, wenn ich sie mein ganzes Leben tun müsste.

8. Heute mach ich mir ein Programm. 
Ich teile die Zeit genau ein und schreibe es mir auf. 
Vielleicht halte ich die Einteilung nicht durch, aber immerhin habe ich sie gemacht.
 Damit vermeide ich zwei lästige Übel: Eile und Unentschlossenheit.

9. Heute nehme ich mir eine ruhige halbe Stunde und entspanne mich. 
In dieser halben Stunde denke ich auch an Gott, um in mein Leben eine größere Dimension zu bringen.

10. Heute bin ich ohne Angst, vor allem habe ich keine Angst davor, glücklich zu sein, 
das Schöne zu genießen, zu lieben und zu glauben, dass die Menschen mich auch lieben, die ich liebe.



Ich träume einen Traum......

Ich träume von liebevollen Worten, die nicht nur meine Ohren, sondern auch mein Herz erreichen.
Ich träume von Worten, die ehrlich sind und Vertrauen schaffen.
Ich träume von sanften Händen, die zärtlich mein Gesicht berühren und die Einsamkeit fortstreicheln.
Ich träume von Augen so tief und voller Liebe, dass ich in ihnen versinken möchte.
Ich träume von starken Händen, die mich bei der Hand nehmen und mit mir einen neuen Weg gehen.
Ich träume von der Wärme der Arme, die mich umarmen und halten und mir Geborgenheit geben.
Ich träume von einer Schulter, an die ich mich lehnen kann um neue Kraft zu sammeln, wenn mich der Alltag ermüdet.
Ich träume von zwei Herzen, durch das Band der Liebe fest verbunden.
Ich träume von Hoffnung, die nicht genommen wird, von Sehnsucht die erfüllt wird.
Ich träume von Glück, das nicht zerbricht, von Vertrauen, das nicht gebrochen wird.
Ich träume von Liebe, die nicht verletzt, von Liebe die nicht fordert.
Ich träume von Liebe, die verbindet, aber nicht ankettet.
Und ich träume und träume und träume............ 
und irgendwann wird dieser Traum Wirklichkeit werden.



Einmal werde ich unter den vielen
einen Freund finden, der bei mir bleibt,
der auf mich wartet, wenn ich fortgehe,
der noch da ist, wenn ich zurückkomme.
Er hat Zeit für mich, wenn ich ihn brauche,
er hört zu, unabgelenkt, er ist mir zugewandt in Distanz und Liebe.
Er hat Vertrauen zu mir, er erwartet Gutes und lässt sich nicht beirren durch mein Versagen.
Er gibt mir Spielraum und Freiheit zu sein, der ich bin,
er knüpft seine Freundschaft nicht an Bedingungen.
Er ist wahrhaftig und täuscht mich nicht,
er sagt mir meine Fehler und Schwächen zur richtigen zeit, behutsam und hilfreich.
Er wird mir verzeihen.
Er hat Sorge und Angst um mich, wenn ich verzweifelt bin und nicht den richtigen Weg gehe.
Er behält die Hoffnung, auch wenn ich sie aufgebe.



Alles, was mir an einem anderen Menschen missfällt, missfällt mir
an mir selbst. der andere ist der Beleuchter meiner eigenen
Unzulänglichkeit. Er ist mein Spiegel.

Wenn ich nun einem Menschen Schaden zufüge, so füge ich
in Wirklichkeit mir selbst schaden zu. Nehme ich mich so sehr zurück
und sehe den anderen so wie er ist, bewerte ihn nicht, lass ihn so sein
wie er ist, sehe ich ihn in seiner wahren Schönheit. Der andere ist so wie er ist. Ich bin absolute Toleranz. Ich sehe mich in dem anderen.
Der andere gibt mir die Möglichkeit, mich selbst zu erkennen.
Ich habe einen Konflikt mit einem anderen Menschen. Ich schaue,
welche Gedankenmuster in meinem eigenen Wesen beleuchtet werden.
Diese Muster, egal wie schmerzhaft oder entwurzelnd sie sind,
bewerte ich nicht. Ich lasse sie fließen. So wachse ich und
meine Wirklichkeit wird erhellt.

So kann ich jeden Konflikt, jede Beleuchtung mit Hilfe der Entspannung
und des nicht Bewertens bearbeiten. Im Hier und Jetzt, oder auch
zukünftig. ich schaffe so platz für Harmonie und Zufriedenheit in mir.
Mitgefühl für alles was ist die Folge.

ich kann mit dir fühlen.
ich bin mit - Gefühl
ich bin



Das Leben ist ein Spiel, in dem du mit 6 Kugeln jonglierst.

Diese Kugeln heißen

Arbeit,
Liebe,
Familie,
Gesundheit,
Freunde und
Rechtschaffenheit.

Du hältst sie alle in der Hand und manchmal jonglierst du damit....
Aber eines Tages begreifst du, dass die Arbeit ein Gummiball ist. 
Wenn du ihn fallen lässt, springt er wieder hoch.
Die anderen 5 Kugeln sind aus Glas.
Wenn du eine von diesen Kugeln fallen lässt, wird sie unwiderruflich beschädigt, 
zerspringt vielleicht sogar in tausend Stücke.
Und selbst wenn sie nicht zerspringt - sie wird nie mehr so sein wie früher.
Die Liebe jedoch - die wichtigste Kugel - ist wie eine Daune in einer Glaskugel - 
wenn du mit ihr spielst, bricht die Kugel und die Daune kann davonfliegen.
Und nichts - gar nichts - kann die Daune wieder fangen. 
Auch wenn die Kugel repariert werden könnte- die Daune wäre davongeflogen.....
Zurück bleiben Scherben,
 die aufgesammelt und im Laufe der Zeit wieder zusammengeklebt werden können.
Doch was bleibt?
Eine leere Kugel der Liebe........
Und es dauert noch länger, bis in dieser Kugel wieder eine Daune landen kann. 
Die - gekitteten - Risse in der Kugel bleiben wie Narben zurück. 
Mit Glück - viel Glück - jedoch, kann die neue Liebe wie gute Salbe auf die Narben wirken.... positiv.... sie verblassen..... verschwinden werden sie nie.....
Auf jeden Fall ist die Kugel der Liebe die gefährlichste....
Wenn du die Lektion der 6 Kugeln erst einmal verstanden hast, 
hast du den Anfang für ein ausgeglichenes Leben gemacht.



... "Kannst du dir einen Drachen vorstellen,
der sowohl von deinem Drachenchef als auch von deiner Katze geliebt wird?"
-"Nein", sagte der kleine Drache entschieden, "das geht nicht!". -
"Siehst du - sie wollen von dir etwas so Verschiedenes, dass du es nie beiden recht machen kannst.
Immer wirst du jemanden enttäuschen müssen, wenn nicht sogar beide ..."
- "Auch die Katze?", fragte der Drache traurig.
Moja bekräftigte:" Ja, möglicherweise auch mal die Katze.

Aus: Der kleine Drache Hab-mich-lieb
Andrea Schwarz



Weißt Du noch,
wie Du die Sterne vom Himmel
holen wolltest,
um Dir einen Traum zu erfüllen?
Aber Du meintest,
sie hingen viel zu hoch ...!
Gestern
streckte ich mich zufällig
dem Himmel entgegen,
und ein Stern fiel
in meine Hand hinein.
Er war noch warm
und zeigte mir,
dass Träume vielleicht nicht sofort
in Erfüllung gehen ... aber irgendwann ...?!
Hör nicht auf, an Deinen Traum zu glauben!




Sehr oft verschließen wir unser Herz oder schließen andere aus, um uns davor zu schützen, verletzt zu werden. 
Während wir auf der Hut sind, befinden wir uns in der Defensive. 
Oft werden wir unnahbar und unerreichbar. 
Wir suchen - und finden - in allem und jedem einen Hintergedanken. 
Die Motive und Pläne, die wir sehen, ob sie nun existieren oder nicht, sind die Gründe, warum wir uns schützen müssen.
 Gleichzeitig sind wir isoliert und einsam. Wir wollen nicht verletzt werden. 
Wir wollen nicht allein sein, aber wir wissen nicht, was wir an unseren Gefühlen ändern sollen.
Im Allgemeinen sind Menschen nicht darauf aus, uns wehzutun. 
Sie tun uns weh, weil sie versuchen, unsere Barrieren einzureißen. 
Sie tun uns weh, weil unsere Barrieren fast so aussehen und ihnen beinahe so vorkommen wie ihre Barrieren.
 Wenn Menschen erleben, dass ihre Probleme auf sie zurückgeworfen werden, werden sie oft wütend auf das, was sie sehen und fühlen. 
Als Reaktion darauf wollen sie uns treffen, bevor wir sie treffen. 
Dabei werden wir verletzt. 
Wir müssen akzeptieren, dass Menschen nicht darauf aus sind, uns wehzutun. 
Sie tun uns weh, weil sie nicht erkennen, dass ihre Handlungsweise uns Schmerz verursacht. 
Sie wissen nicht, was uns Schmerz verursacht, weil wir nicht lange genug hinter unserer Barriere hervorkommen wollen, 
um den Schmerz unserer Erfahrungen mit ihnen zu teilen. 
Wir glauben, sie werden uns für schwach oder dumm halten, wenn wir ihnen unsere Verletzungen zeigen. 
Es ist wichtig zu verstehen, dass wenn du dein Herz verschließt oder ein Leben in der Defensive führst, 
Heilung oder Licht absolut keine Möglichkeit haben, zu dir vorzudringen. 
Wenn du dich verschließt, werden sie immer weiter wehtun. 
Vielleicht hast du bist heute geglaubt, dass Menschen darauf aus seien, es dir zu zeigen. Lass nur heute jemanden in dein Herz. 
Erwarte das Beste. 
Vielleicht bist du überrascht von dem, was passiert.



Ein Manifest der Selbstachtung

Ich brauche keine Schuldgefühle zu haben,
bloß weil das, was ich tue,
sage, denke oder fühle,
einem anderen nicht gefällt.
Ich darf wütend sein und meine Wut
ausdrücken,
solange ich dabei nicht
mein Augenmaß verliere.
Ich muss nicht die volle Verantwortung
für Entscheidungen auf mich nehmen,
sofern auch andere für die Entscheidung
mitverantwortlich sind.
Ich habe das Recht,
„Ich verstehe das nicht“ zu sagen,
ohne mir dabei blöd vorkommen oder
Schuldgefühle haben zu müssen.
Ich habe das Recht,
„ Ich weiß es nicht“ zu sagen.
Ich habe das Recht, NEIN zu sagen,
ohne dabei Schuldgefühle
haben zu müssen.
Ich muss mich nicht dafür entschuldigen
oder Gründe angeben,
wenn ich NEIN sage.
Ich habe das Recht,
andere um etwas zu bitten.
Ich habe das Recht,
an mich gerichtete Bitten abzuschlagen.
Ich habe das Recht, es anderen
mitzuteilen, wenn ich den Eindruck habe,
dass sie mich manipulieren,
betrügen oder ungerecht behandeln.
Ich habe das Recht,
zusätzliche Verpflichtungen abzulehnen,
ohne dabei Schuldgefühle
haben zu müssen.
Ich habe das Recht,
es anderen mitzuteilen,
wenn ihr Verhalten mich irritiert
Ich brauche meine persönliche Integrität
nicht zu kompromittieren
Ich habe das Recht,
Fehler zu machen und für sie
die Verantwortung zu tragen.
Ich habe das Recht, mich zu täuschen.
Ich brauche nicht von allen gemocht,
bewundert und geachtet zu werden

Virginia Satir



Eine glückliche Liebe hat immer drei Wurzeln

1. Die Bereitschaft, den Anderen als das anzunehmen, 
was er ist, ohne ihn verändern zu wollen.
2. Das Vertrauen in die gegenseitige Zuneigung, 
ohne Beweise dafür zu verlangen.
3. Den Mut, das Herz zu öffnen, 
ohne Netz und doppelten Boden.



Glück ist ganz einfach:

Nur das tun, was du gerade tust
und sei es auch noch so gewöhnlich
und scheinbar belanglos.
Nicht voraus
schauen,
nicht zurück
Blicken.
Sich von
ganzem
Herzen
diesem einen
Augenblick
widmen

Jochen Marris




Aufbruch
Einen Weg beginnen,
ohne zu wissen, wohin er führt.

Einen Weg beginnen,
ohne ein Ziel zu haben.

Losgehen ohne Planung,
ohne Absicherung,
ohne Wenn und Aber.

Zulassen, was passiert.
Annehmen, was mir begegnet.

Dem Leben vertrauen.

Brigitte Klug



Geschmack des Lebens

Sich engagieren gegen Hunger und Ungerechtigkeit
und sich zugleich freuen können
an Essen und Trinken, an Feier und Fest.

Sich beunruhigen lassen durch Krieg und Gewalt
und sich zugleich beruhigt schlafen legen,
dankbar für den Frieden im eigenen Land.

Sensibel bleiben für Kranke und Leidende
und zugleich die eigene Gesundheit genießen
und die Möglichkeiten die sich dadurch eröffnen,
um glücklich zu sein.

Aus der Freude, dem Genuss und der Lust
und der Ruhe im Herzen wieder Kräfte wachsen lassen
zum Einsatz für gelingendes Leben
und eine versöhnte Welt.

Christa Spilling-Nöker



Eigentlich ...
Eigentlich sollte ich aufbrechen
aus der Enge verbrauchter Gewohnheiten
Eigentlich sollte ich aufhören
atemlos durch die Tage zu rennen
Eigentlich sollte ich mich weigern
fraglos zu funktionieren und zu schweigen
Eigentlich sollte ich
das Wort Eigentlich streichen
um am Ende nicht sagen zu müssen
Eigentlich hätte ich
leben wollen

Sabine Naegeli



Meine Sehnsucht wahrnehmen
Feinfühlig werden
bei mir selber ankommen
wahrnehmen
was leben möchte
meiner Sehnsucht trauen

Hellhörig werden
bei mir zu Hause sein
horchen
auf die innere Herzensstimme
meiner Sehnsucht begegnen
Achtsamkeit entfalten
Erwartungen nachgehen
adventlich werden
mir und anderen gerecht werden
meiner Sehnsucht nachspüren

Pierre Stutz



Segen der Begegnung
Es gibt Begegnungen,
in denen alles in dir hell wird,

die deine Seele
aufleuchten lassen,
als stünde ein Engel
im Raum.
Ich wünsche dir
das Geschenk solcher heiligen Augenblicke,
in denen dir das Licht des Himmels
mitten ins Herz scheint.

Christa Spilling-Nöker


Sehnsucht
Alles beginnt mit der Sehnsucht,
immer ist im Herzen Raum für mehr,
für Schöneres, für Größeres.
Das ist des Menschen Größe und Not:
Sehnsucht nach Stille,
nach Freundschaft und Liebe.
Und wo Sehnsucht sich erfüllt,
dort bricht sie noch stärker auf.
Fing nicht auch Deine Menschwerdung, Gott,
mit dieser Sehnsucht nach dem Menschen an?
So lass nun unsere Sehnsucht damit anfangen,
Dich zu suchen,
und lass sie damit enden,
Dich gefunden zu haben.

Nelly Sachs



Kultur der Aufmerksamkeit

Herr, es kommt weniger darauf an,
an einem Tag etwas Großes zu tun,
als an vielen kleinen Tagen
viele kleine Dinge gut zu tun.
Darum hilf mir
in der täglichen Einübung
einer Kultur der Aufmerksamkeit,
der Versöhnung und des Wohlwollens.
Lass mich einfach menschlicher werden,
um christlicher zu werden.

Bernhard Meuser


 
X-STAT.DE
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