Weise Worte 1 - Sonnenstrahlenblumen~ Fotografie~Gedichte~Zitate

Sonnenstrahlenblumen
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Weise Worte 1

Zum Überdenken


Ob Verwandte, Freunde, Bekannte, fast nie hat einer gesagt: 
"Sei mutig, ich vertrau dir!" Es hat auch keiner gesagt:
 "Scheiß drauf, was die anderen sagen. 
Denk dir einfach dein 80-jähriges Ich, das aufs Leben zurückblickt: 
Was hättest du gern getan als junger Mensch? Was waren deine Träume? 
Und dann mach einfach, und lass dich davon von niemandem abbringen. 
Denn du bist nach der Schule so frei wie nie wieder in deinem Leben."

Stattdessen haben einem alle eingeredet, man solle erst einmal "etwas Sicheres" machen. 
Aber so entsteht nichts. So werden keine Bilder gemalt, keine Songs geschrieben, 
keine Abenteuer erlebt, keine Erinnerungen geschaffen. 
Was man immer wieder aufschiebt, macht man oft nie mehr, 
und nichts ist schlimmer, als mit 40 dazusitzen und sich voller Bitterkeit zu fragen:
 "Warum hab ich es damals nicht wenigstens versucht?"

Benedict Wells ( Zeitmagazin)



Jeder Mensch ist ein Künstler

Lass Dich fallen. Lerne Schlangen zu beobachten.
Pflanze unmögliche Gärten.
Lade jemand Gefährlichen zum Tee ein.
Mache kleine Zeichen, die „ja“ sagen
und verteile sie überall in Deinem Haus.
Werde ein Freund von Freiheit und Unsicherheit.
Freue Dich auf Träume.
Weine bei Kinofilmen,
schaukle so hoch Du kannst mit einer Schaukel bei Mondlicht.
Pflege verschiedene Stimmungen,
verweigere Dich, „verantwortlich zu sein“ – tu es aus Liebe!
Mache eine Menge Nickerchen.
Gib Geld weiter. Mach es jetzt. Das Geld wird folgen.
Glaube an Zauberei, lache eine Menge.
Bade im Mondschein.
Träume wilde, phantasievolle Träume.
Zeichne auf die Wände.
Lies jeden Tag.
Stell Dir vor, Du wärst verzaubert.
Kichere mit Kindern. Höre alten Leuten zu.
Öffne Dich. Tauche ein. Sei frei. Preise Dich selbst.
Lass die Angst fallen, spiele mit allem.
Unterhalte das Kind in Dir. Du bist unschuldig.
Baue eine Burg aus Decken. Werde nass. Umarme Bäume.
Schreibe Liebesbriefe.

Joseph Beuys



Möge das unendliche und unnennbare Wesen,

welches für die Christen „unser Vater“ ist,
Jehova für die Juden,
Allah für die Moslems,
Buddha für die Buddhisten,
Brahma für die Hindus,

das wir als Gott anerkennen,

- möge dieses Wesen Frieden geben
und unsere Herzen
in geistiger Bruderschaft vereinen.

nach Vivekananda (1862 -1902)



Ich lernte hören, was andere sagten
und überhörte mich selbst.
Ich lernte sehen, was andere machten,
und übersah mich selbst.
Ich lernte achten, was andere wollten,
und verachtete mich selbst.
Und jetzt kommst Du und forderst mich auf:
"Nimm Dich an! Mach, was Dir entspricht!"
Mühsam lerne ich, ja zu sagen, ja zu mir.

~Max Feigenwinter~



Von der Kopie zum Unikat

Man sagt, daß alle als Unikat geboren werden, 
aber meistens als Kopie sterben. Es ist jedoch umgekehrt: 
Wir ahmen anfangs nach und haben erst mit wachsender Weisheit die Möglichkeit, 
eine einzigartige Person zu werden.

Marco Aldinger



Allen Gutes tun, 
aber jedem die eigene Verantwortung lassen.

Papst Johannes XXIII.



Genau hinsehen

Fülle ist nicht immer Fülle.
Nur zusammen mit Leere
ist Fülle Erfüllung für uns.
Das Leben braucht den Platz der Leere,
um sich ausbreiten und seine einmalige Gestalt anzunehmen.

Zeit ist nicht Geld, sondern Zeit.
Wenn ich der Zeit erlaube, sich mir zu schenken,
wird sie mich mit Reichtümern überschütten.
Dann wird durch die Zeit
die Ruhe und das Glück des Entdeckens möglich.

Beschäftigung ist nicht Bedeutung.
Was ich ohne Beteiligung meines Wesens tue,
bleibt nur die Tat meiner Hände, meiner Lippen, meines Körpers.

Ein volles Programm ist nicht unbedingt ein erfülltes Programm.
Weniger zu tun kann heißen, mehr getan zu haben,
wenn es von Herzen kam.

Jeder Weg, der zu etwas führt,
führt auch weg von etwas.
Ich übe, im Wenigen die Fülle zu sehen.

© Ulrich Schaffer



 Zusage

Du brauchst nicht
das Unmöglichemöglich zu machen
du brauchst nicht
über deine Möglichkeiten zu leben
du brauchst dich nicht zu ängstigen
Du brauchst nicht alles zu tun
du brauchst keine
Wunder zu vollbringen
Du brauchst dich nicht zu schämen
du brauchst nicht zu genügen
du brauchst Erwartungen an dich
nicht zu entsprechen
du brauchst keine Rollen zu spielen
du brauchst nicht immer
kraftvoll zu sein
und du brauchst nicht
alleine zu gehen

Andrea Schwarz



Der Meister saß mit seinen Schülern zusammen. 
Da wurde ihm eine Frage gestellt:
„Meister, warum hast du nie geheiratet?“
Der Meister überlegte kurz und antwortete:
"An mir lag es nicht. Ich hatte mir vorgenommen, nur die perfekte Frau zu heiraten. 
Sie sollte schön, intelligent und lieb sein. 
So habe ich viele Jahre damit verbracht, eine solche Frau zu suchen.“
„Und hast du sie gefunden?“, wollte ein Schüler voreilig wissen.
„Ja, ich habe sie tatsächlich gefunden. Sie war perfekt und ich war so glücklich!“
„Und warum hast du sie dann nicht geheiratet?“
Der Meister seufzte:
„Das wollte ich, 
doch sie suchte den perfekten Mann.“

Persische Geschichte



 Wer sich selbst im Weg steht,
kann nicht vorwärts gehen

wenn mir Besitz das Wichtigste ist
werde ich Zeit in Geld umrechnen
statt zu verschenken
was ich habe was ich bin

wenn mir Macht das Wichtigste ist
werde ich mein Handeln in Erfolg umrechnen
statt mich in Dienst nehmen zu lassen
von denen die mich brauchen

wenn mir Sicherheit das Wichtigste ist
werde ich Lebendigkeit in Sicherheit umrechnen
statt den ersten Schritt zu tun
dort wo Wege verschlossen sind

wenn mir Glück das Wichtigste ist
werde ich Sehnsucht in Verstand umrechnen
statt der Dunkelheit und dem Leid
in mir Raum zu geben

wenn mir Heimat das Wichtigste ist
werde ich den Ruf zum Aufbruch in Unsicherheit umrechnen
statt mich lebendig und neugierig
dem Fremden zu stellen

wenn mir Beziehungen das Wichtigste sind
werde ich Abschied in Traurigkeit umrechnen
statt mich zu lösen
und Neuem Raum zu geben

wenn mir Gewohnheiten das Wichtigste sind
dann werde ich Anfragen in Umbequemlichkeiten umrechnen
statt interessiert das Neue zu probieren
und mich dabei zu erfahren

wenn ich mir das Wichtigste bin
dann werde ich mir selbst im Weg stehen
statt kraftvoll loszugehen
um mich zu finden

wenn mir Gott das Wichtigste ist
dann lasse ich mich
gebe ich mich
lebe

Andrea Schwarz



"Jeder Mensch ist dazu bestimmt, zu leuchten!"

Unsere tiefgreifendste Angst ist nicht,
dass wir ungenügend sind,
unsere tiefgreifendste Angst ist,
über das Messbare hinaus kraftvoll zu sein.
Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit,
die uns am meisten Angst macht.
Wir fragen uns, wer ich bin, mich brillant,
großartig, talentiert, phantastisch zu nennen ?
Aber wer bist Du, Dich nicht so zu nennen? Du bist ein Kind Gottes.
Dich selbst klein zu halten, dient nicht der Welt.
Es ist nichts Erleuchtetes daran, sich so klein zu machen,
dass andere um Dich herum sich nicht unsicher fühlen.
Wir sind alle bestimmt, zu leuchten, wie es die Kinder tun.
Wir sind geboren worden, um den Glanz Gottes,
der in uns ist, zu manifestieren.
Er ist nicht nur in einigen von uns, er ist in jedem einzelnen.
Und wenn wir unser Licht erscheinen lassen,
geben wir anderen Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun.
Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind,
befreit unsere Gegenwart automatisch andere."

...sagte einst Nelson Mandela


Sieben kleine Anweisungen zum Leben

Mach aus der ängstlichen Sorge um morgen
die behutsame Fürsorge für heute.

Vergleiche dich nicht mit anderen, es bedeutet sinnloses Leiden.
Jeder Mensch ist unvergleichlich. 
Darum brauchen wir niemanden zu beneiden oder verachten.

Plane deine Zeit, aber lass Freiräume für Überraschungen.
Nimm Menschen stets wichtiger als Dinge.
Wer liebt, hat Zeit!

Ärgere dich nicht über andere. Wer sich über andere aufregt,
hat dies bei sich zu ändern. Nu Teile gern mit anderen.
Teilen vermehrt das Lebenskapital.
Und die Vermehrung des Lebens beginnt.

Vergiss die Freude nicht.
Suche bewusst die kleinen und großen Anlässe zur Freude
bei dir und anderen.

Beginne den Tag mit einem Gespräch mit Gott.
Danke, klage, bitte, singe, aber rede mit ihm.
Er wartet schon auf dich.

Axel Kühner


Als ich mich selbst zu lieben begann

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden,
dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin
und dass alles, was geschieht, richtig ist -
von da an konnte ich ruhig sein.
Heute weiß ich: Das nennt man 'VERTRAUEN'.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
konnte ich erkennen,
dass emotionaler Schmerz und Leid
nur Warnung für mich sind,
gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
Heute weiß ich, das nennt man 'AUTENTHISCH-SEIN'.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört,
mich nach einem anderen Leben zu sehnen
und konnte sehen, dass alles um mich herum
eine Aufforderung zum Wachsen war.
Heute weiß ich, das nennt man 'REIFE'.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört,
mich meiner freien Zeit zu berauben
und ich habe aufgehört,
weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.
Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude bereitet,
was ich liebe und mein Herz zum Lachen bringt,
auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.
Heute weiß ich, das nennt man 'EHRLICHKEIT'.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich von allem befreit,
was nicht gesund für mich war,
von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen
und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog,
weg von mir selbst.
Anfangs nannte ich das 'GESUNDEN EGOISMUS',
aber heute weiß ich, das ist 'SELBSTLIEBE'.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört,
immer recht haben zu wollen,
so habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich erkannt,
das nennt man 'DEMUT'.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich geweigert,
weiter in der Vergangenheit zu leben
und mich um meine Zukunft zu sorgen.
Jetzt lebe ich nur mehr in diesem Augenblick,
wo ALLES stattfindet.
So lebe ich heute jeden Tag und nenne es 'BEWUSSTHEIT'.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
da erkannte ich,
dass mich mein Denken armselig und krank machen kann,
als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,
bekam der Verstand einen wichtigen Partner.
Diese Verbindung nenne ich heute 'HERZENSWEISHEIT'.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen,
Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen zu fürchten,
denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander
und es entstehen neue Welten.
Heute weiß ich, DAS IST DAS LEBEN!

(Charlie Chaplin an seinem 70.Geburtstag am 16.April 1959)



Wenn nichts mehr zu helfen scheint,
schaue ich einem Steinmetz zu,
der vielleicht 100mal auf seinen Stein einhämmert,
ohne dass sich auch nur der geringste Spalt zeigt;
doch beim 101. Schlag wird er entzweibrechen,
und ich weiß,
dass es nicht dieser Schlag war, der es vollbracht hat -
sondern alle Schläge zusammen.

Jacob Riis



Irgendwann, eines Tages werde ich mich wohlfühlen ...

Später werde ich eine Pause machen (oder Musik hören oder Sport treiben oder ...), 
jetzt muss ich erst die Kinder versorgen.
Nächstes Wochenende nehm ich mir die Zeit zum Wohlfühlen. 
Jetzt muss einfach dieses Projekt fertig werden und abends falle ich nur noch todmüde ins Bett.
Nächsten Urlaub werd ich mich entspannen und alles nachholen. 
Jetzt muss ich mich um meine kranke Mutter kümmern und um meine Arbeit und um das tägliche Abendbrot und ... .
Wenn ich einmal ein Jahr frei hätte dann würde ich die Weltreise machen, die mir schon immer am Herzen lag.
Wenn ich erstmal pensioniert bin dann mache ich das, was mir gut tut. 
Jetzt muss ich mich um meine Firma kümmern.

Kennst du das?

Irgendwann, eines Tages, nächstes Jahr, 
wenn ich einmal Zeit hab, 
wenn mal Luft dafür ist, wenn ... .

Warum nicht jetzt?

Nimm dir jetzt fünf Sekunden Zeit, 
schließe die Augen und atme einmal tief durch.
Nimm dir jetzt fünf Minuten Zeit, ziehe dich an einen ruhigen Ort (Toilette?) 
zurück und mache eine Entspannungsübung.
Nimm dir heute 30 Minuten Zeit für einen Spaziergang an der frischen Luft.
 Wann ist dafür Platz in deinem Tagesablauf? Stell dir jetzt einen Wecker auf diese Uhrzeit.
Nimm dir diese Woche eine Auszeit für das, was du gerne tust. 
Such dir dafür jetzt einen günstigen Termin aus und trage ihn jetzt in deinen Terminkalender ein.
Wenn du darauf wartest, dass die richtige Zeit kommt dann wirst du von außen gesteuert. 
Dann bestimmen andere oder die Umstände oder die Gewohnheiten wann (=ob) du etwas für dich tust.
Wenn du dir die Zeit nimmst (stiehlst!!!), dann hast du dir selbst aktiv jeden Tag einen kleinen Beitrag zu deinem Wohlbefinden eingebaut. 
Und einmal, eines Tages wirst du ein Leben gelebt haben mit ganz vielen Wohlfühl-Momenten, 
Wohlfühl-Stunden, Wohlfühl-Tagen, Wohlfühl-Urlauben, ... .

Monika Gestrich-Kurz



Das Lachen, - es hat viele Gesichter

Das Lachen, - es hat viele Gesichter,
es signalisiert zumeist Freude, sowie Heiterkeit.
Das Lachen, vielleicht ist es angeboren,
es als etwas besonderes des Menschen zu sehen sei.

Das Lachen, - es hat viele Gesichter,
es kann befreiend sein, wenn man herzhaft lacht.
Das Lachen, es löst körperliche Spannung,
und man fühlt sich danach erleichtert und befreit.

Das Lachen, - es hat viele Gesichter,
manchmal lacht man auch einfach, weil man hat Angst.
Man überspielt mit Lachen eine schwierige Lage,
durch das Lachen will man nicht zeigen, wie man sich fühlt.

Das Lachen, - es hat viele Gesichter,
nicht immer verspricht es das, wonach es sieht aus.
So manch eine Drohung wird mit einem Lächeln verkündet,
erst wenn der Drohung Taten folgen,
weiß man, was diese Art des Lächelns heißt.

Das Lachen, - es hat viele Gesichter,
schon eine Vorfreude auf etwas, kann lösen Lachen aus.
Glückt dann Das, was der Freude gegolten,
laufen einem lachend Tränen über`s Gesicht.

Das Lachen, - es hat viele Gesichter,
auch das schadenfrohe Lachen ein jeder kennt.
Diese Art der Freude stimmt so manche Menschen heiter
und man lacht, weil anderen ein Missgeschick passiert.

Das Lachen, - es hat viele Gesichter,
so fast jedes kleine Kind, spontan und herzhaft lachen kann.
Ein kleines Kind, es kann sich noch nicht verstellen
und es lacht ganz einfach, ein jedes ihm vertraute Gesicht an.

Das Lachen, - es hat viele Gesichter,
aber was ist, wenn einem das Lachen nicht mehr gelingt?
Es fehlt einem dann eine gewisse Lebensqualität,
weil Das Lachen einfach befreiend wirkt.



Bewahre mich vor dem naiven Glauben, 
es müsse im Leben alles glatt gehen.
Schenke mir die nüchterne Erkenntnis, 
dass Schwierigkeiten, Niederlagen,
Misserfolge, Rückschläge eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind,
durch die wir wachsen und reifen.

Antoine de Saint-Exupéry



Aufbrechen

Versinken im Augenblick.
Innehalten und aufatmen.
Eintauchen in die Zufriedenheit.
Ablegen, was mich beschwert.
Aufnehmen, was mir fehlt.
Loslassen, was mich bindet.
Aufgeben, was sinnlos ist.
Träumen, was werden soll.
Vergeben, was trennt.
Schweigen, wo Worte fehlen.
Begrenztheit anerkennen.
Aufbrechen mit Gelassenheit.



Ich wünsch dir Kraft,
abzulehnen, was du nicht willst;
zu erbitten, was du brauchst;
zu fragen, Was du nicht weißt;
zu glauben, dass alles gut wird.
Ich wünsche dir,
dass die dunklen Mächte der Nacht
dich nicht gefangen halten;
dass die Schatten der Vergangenheit
dich nicht mehr erreichen;
dass die Schlinge der Angst
dich nicht mehr würgt.

Udo Hahn



Denke positiv!

Du lachst über diesen Rat.
Was soll sich ändern?
Das Leben bleibt, wie es ist.
Denkst du.
Das Leben bleibt, wie es ist,
weil du nicht damit rechnest,
dass geschieht, was du denkst.
Wer positiv denkt,
nimmt das Negative
nicht als Schicksal hin,
sondern sucht nach einer Lösung.
Er widerstrebt dem Gedanken,
das Gute könne nicht geschehen.

Udo Hahn



Deine zwölf persönlichen Rechte

1. Du hast das Recht, Dein Verhalten, Deine Gefühle und Deine
Gedanken selbst zu beurteilen und brauchst dich dafür
weder zu rechtfertigen noch zu entschuldigen.

2. Du hast das Recht, Deine eigenen Wünsche und
Bedürfnisse ebenso ernst zu nehmen wie
die von anderen Menschen.

3. Du hast das Recht, Fehler zu machen und die Folgen zu tragen.

4. Du hast das Recht, anderen eine Bitte abzuschlagen,
ohne Dich schuldig zu fühlen oder
dich für egoistisch zu halten.

5. Du hast das Recht, deine Meinung zu ändern.

6. Du hast das Recht, "unlogisch" zu sein.

7. Du hast das Recht, selbst zu entscheiden,
ob du das, was andere dir als Fehler vorwerfen, ändern willst.

8. Du hast das Recht, selber zu beurteilen,
ob du für die Lösung der Probleme
anderer Menschen mitverantwortlich bist.

9. Du hast das Recht, Fragen nicht zu beantworten.

10. Du hast das Recht, etwas nicht zu verstehen.

11. Du hast das Recht, etwas nicht zu wissen.

12. Du hast das Recht, nein zu sagen,
ohne dieses "Nein" begründen zu müssen.

Unbekannt



Stärke

Stark sein heißt auch Schwäche zeigen.
Offen, ehrlich,
Dir und anderen gegenüber.
Stark sein heißt verstehen,
zumindest versuchen,
die Gefühle der anderen zu teilen.
Stark sein heißt zu respektieren.
Die Meinung anderer akzeptieren.
Stark sein heißt,
den anderen so zu behandeln,
wie Du selbst behandelt werden willst.
Stark sein heißt nicht,
den anderen bewusst zu verletzen,
Aggressionen an ihm auszuleben.
Stark sein heißt nicht,
ihn mit der "Keule" Angst
in die Knie zu zwingen.
Stark sein heißt nicht,
den Ellenbogen zu benutzen,
um den anderen gefügig zu machen,
ihm den Mut und die Hoffnung zu nehmen,
sein ich mit Füßen zu treten...

Verlasse dich auf dich selbst



Der Buddha lehrt, dass alle, die es wirklich wissen wollen, 
die Wahrheit aus sich selbst heraus verwirklichen müssen. 
Dann macht es keinen Unterschied, ob dich andere kritisieren oder loben. 
Was immer sie sagen mögen, es wird dich nicht stören. 
Wenn eine Person kein Vertrauen in sich selbst hat, wird sie, wenn jemand sie schlecht heißt, 
sich dem gemäß schlecht fühlen.
 Was für eine Zeitverschwendung! Wenn dich Leute kritisieren, untersuche dich einfach: 
Wenn sie unrecht haben, lasse sie unbeachtet.
 Doch wenn sie recht haben, lerne von ihnen. 
In beiden Fällen gibt es keinen Grund, Ärger zu entwickeln. 
Wenn du die Dinge so sehen kannst, wirst du in Frieden leben. 
Wenn du die inneren Werkzeuge benutzt, welche der Buddha gegeben hat,
 brauchst du andere ebenso wenig zu beneiden. 
Während Träge bloß zuhören, bloß glauben wollen, wirst du unabhängig sein - 
fähig, dich selbst zu tragen.
 Zu praktizieren, indem du dich alleine auf deine Ressourcen verlässt,
 ist wohl beschwerlich, weil sie ganz deine eigenen sind. 
Aber wenn du etwas ergreifst, macht es keinen Unterschied, wem es gehört. 
Wenn du ein Feuer im Garten des Nachbarn anfasst, wird es heiß sein. 
Wenn du ein Feuer im eigenen Garten anfasst, wird es heiß sein. Also ergreife nichts! 
So praktiziere ich, und dies ist der direkte Weg. Ich konkurriere mit niemandem. 
Wenn du mit Schriften oder Psychologie kommst, um mit mir zu argumentieren, 
werde ich nicht mit dir argumentieren. 
Ich werde dir lediglich Ursache und Wirkung verständlich machen, 
um die Wahrheit der Praxis aufzuzeigen. 
Wir müssen alle wieder lernen, uns wirklich auf uns selbst zu verlassen.



Riskieren ist frei.

Wer lacht - riskiert lächerlich zu scheinen.
Wer weint - riskiert sentimental zu scheinen.
Wer sich einem anderem nähert - riskiert verwickelt zu werden.
Wer Gefühle zeigt - riskiert sein wahres Selbst zu enthüllen.
Wer seine Ideen und Träume vor die Menge bringt - riskiert deren Verlust.

Wer liebt - riskiert nicht zurück geliebt zu werden.
Wer lebt - riskiert den Tod.
Wer versucht - riskiert zu versagen.
Aber das Risiko muss eingegangen werden - denn die größte Gefahr im
Leben ist nichts zu riskieren.
Der Mensch, der nichts riskiert, tut nichts, hat nichts und ist nichts.
Er vermeidet vielleicht Leiden und Trauer - aber er kann ganz einfach
nicht lernen, fühlen, sich ändern, wachsen, lieben, leben.
In den Fesseln seiner Gewissheit ist er ein Sklave und hat die Freiheit
aufgegeben.
Nur der Mensch, der riskiert.....ist frei.



Glück gehabt?

Wann hatten wir „ Glück“ gehabt?
Vielleicht fällt uns ein Augenblick ein,
wo sich alles um Besten wandte:
Genesung von einer Krankheit,
Überwindung einer Krise in der Beziehung zu anderen,
Bewahrung in einer gefährlichen Verkehrssituation,
Bewältigung einer schwierigen Herausforderung.
Ein als Prüfung des Lebens empfundener Augenblick wurde bestanden.
Erleben einer „beglückenden“ Begegnung.
Ein Vorhaben ist mir „geglückt“.
Glück gehabt.
Wer zurückschaut, wird entdecken,
dass ihn das Glück öfters schon verwöhnt hat.
Sich das zurückliegende Leben besser bewusst zu machen,
ist zwar schon viel, aber ich möchte versuchen,
dem Glück vor mir auf der Spur zu bleiben.
Wie kann ich „Glückssträhnen“ in meinem Leben vermehren“
Konservieren und festhalten lässt sich Glück nicht.
Die Erinnerung an erlebtes Glück ist möglich,
aber sie kann uns das Entbehren gegenwärtigen Glück doppelt schwer machen.
Glück kann man nicht stehlen.
Ich kann niemanden, der „vor Glück strotzt“ etwas davon wegnehmen.
Ich kann das Glück nie unter mein Dach zwingen
Aber – ich kann mit „geöffneten Türen“ leben
in der Hoffnung, dass es überraschend und unvermittelt
bei mir einkehrt.
Ich kann dafür sorgen,
dass es offene Räume für das Glück in meinem Leben gibt.
Und das beginnt möglicherweise damit,
dass ich nicht darauf warten, von jemandem beglückt zu werden,
sondern damit beginne, jemanden glücklich zu machen.
Glück kann man schenken.
Gelingt uns das, so strahlt ganz viel Glück auf uns zurück.

Peter Klever



Nur Heute

1. Heute will ich glücklich sein. 
Deshalb glaube ich, was Abraham Lincoln sagte: 
"Die meisten Menschen sind so glücklich, wie sie sein wollen." 
Glück kommt von innen, es hat mit äußeren Umständen nichts zu tun.

2. Heute nehme ich alles, wie es ist, und zwinge den Dingen nicht meinen Willen auf. 
Familie, Arbeit und Glück - ich nehme es, wie es kommt, und stelle mich darauf ein.

3. Heute kümmere ich mich um meinen Körper. 
Ich bewege ihn, pflege ihn, ernähre ihn und vernachlässige oder missbrauche ihn nicht, 
damit er so perfekt reagiert, wie ich es mir wünsche.

4. Heute trainiere ich meinen Geist. 
Ich lerne etwas Nützliches und faulenze nicht, sondern lese etwas, 
das Anstrengung, Konzentration und Denkarbeit verlangt.

5. Heute mache ich drei Seelenübungen: 
Ich erweise jemand einen Gefallen, ohne dass er es merkt, und tue zwei Dinge, 
die ich nicht gern tue, 
um in Übung zu bleiben, wie William James das nennt.

6. Heute möchte ich erfreulich sein. Ich mache mich so hübsch wie möglich,
ziehe mich nett an, 
spreche leise, bin höflich, lobe oft, kritisiere niemand, 
nörgle nicht und versuche nicht, andere zu ermahnen oder zu verbessern.

7. Heute lebe ich allein für diesen Tag und versuche nicht, 
alle Probleme meines Lebens auf einmal zu lösen. 
Zwölf Stunden kann ich Dinge tun, die ich hassen würde, 
wenn ich sie mein ganzes Leben tun müsste.

8. Heute mach ich mir ein Programm. Ich teile die Zeit genau ein und schreibe es mir auf. 
Vielleicht halte ich die Einteilung nicht durch, aber immerhin habe ich sie gemacht. 
Damit vermeide ich zwei lästige Übel: Eile und Unentschlossenheit.

9. Heute nehme ich mir eine ruhige halbe Stunde und entspanne mich. 
In dieser halben Stunde denke ich auch an Gott, 
um in mein Leben eine größere Dimension zu bringen.

10. Heute bin ich ohne Angst, vor allem habe ich keine Angst davor, 
glücklich zu sein, 
das Schöne zu genießen, zu lieben und zu glauben, 
dass die Menschen mich auch lieben, die ich liebe.



Alles, was mir an einem anderen Menschen missfällt, missfällt mir
an mir selbst. der andere ist der Beleuchter meiner eigenen
Unzulänglichkeit. Er ist mein Spiegel.

Wenn ich nun einem Menschen Schaden zufüge, so füge ich
in Wirklichkeit mir selbst schaden zu. Nehme ich mich so sehr zurück
und sehe den anderen so wie er ist, bewerte ihn nicht, lass ihn so sein
wie er ist, sehe ich ihn in seiner wahren Schönheit. Der andere ist so wie er ist. 
Ich bin absolute Toleranz. Ich sehe mich in dem anderen.
Der andere gibt mir die Möglichkeit, mich selbst zu erkennen.
Ich habe einen Konflikt mit einem anderen Menschen. Ich schaue,
welche Gedankenmuster in meinem eigenen Wesen beleuchtet werden.
Diese Muster, egal wie schmerzhaft oder entwurzelnd sie sind,
bewerte ich nicht. Ich lasse sie fließen. So wachse ich und
meine Wirklichkeit wird erhellt.

So kann ich jeden Konflikt, jede Beleuchtung mit Hilfe der Entspannung
und des nicht Bewertens bearbeiten. Im Hier und Jetzt, oder auch
zukünftig. ich schaffe so platz für Harmonie und Zufriedenheit in mir.
Mitgefühl für alles was ist die Folge.

ich kann mit dir fühlen.
ich bin mit - Gefühl
ich bin



Sehr oft verschließen wir unser Herz oder schließen andere aus, 
um uns davor zu schützen, verletzt zu werden. 
Während wir auf der Hut sind, befinden wir uns in der Defensive. 
Oft werden wir unnahbar und unerreichbar. Wir suchen - und finden - in allem und jedem einen Hintergedanken. Die Motive und Pläne, die wir sehen, ob sie nun existieren oder nicht, 
sind die Gründe, warum wir uns schützen müssen. 
Gleichzeitig sind wir isoliert und einsam. Wir wollen nicht verletzt werden. 
Wir wollen nicht allein sein, aber wir wissen nicht, was wir an unseren Gefühlen ändern sollen.
Im Allgemeinen sind Menschen nicht darauf aus, uns wehzutun. 
Sie tun uns weh, weil sie versuchen, unsere Barrieren einzureißen. 
Sie tun uns weh, weil unsere Barrieren fast so aussehen und ihnen beinahe so vorkommen wie ihre Barrieren. 
Wenn Menschen erleben, dass ihre Probleme auf sie zurückgeworfen werden, 
werden sie oft wütend auf das, was sie sehen und fühlen. 
Als Reaktion darauf wollen sie uns treffen, bevor wir sie treffen. Dabei werden wir verletzt. 
Wir müssen akzeptieren, dass Menschen nicht darauf aus sind, uns wehzutun. 
Sie tun uns weh, weil sie nicht erkennen, dass ihre Handlungsweise uns Schmerz verursacht. 
Sie wissen nicht, was uns Schmerz verursacht, 
weil wir nicht lange genug hinter unserer Barriere hervorkommen wollen, 
um den Schmerz unserer Erfahrungen mit ihnen zu teilen.
 Wir glauben, sie werden uns für schwach oder dumm halten, wenn wir ihnen unsere Verletzungen zeigen. 
Es ist wichtig zu verstehen, dass wenn du dein Herz verschließt oder ein Leben in der Defensive führst, 
Heilung oder Licht absolut keine Möglichkeit haben, zu dir vorzudringen. 
Wenn du dich verschließt, werden sie immer weiter wehtun. 
Vielleicht hast du bist heute geglaubt, dass Menschen darauf aus seien, 
es dir zu zeigen. Lass nur heute jemanden in dein Herz. Erwarte das Beste. 
Vielleicht bist du überrascht von dem, was passiert.



Ein Manifest der Selbstachtung

Ich brauche keine Schuldgefühle zu haben,
bloß weil das, was ich tue, sage, denke oder fühle,
einem anderen nicht gefällt.
Ich darf wütend sein und meine Wut ausdrücken,
solange ich dabei nicht mein Augenmaß verliere.
Ich muss nicht die volle Verantwortung
für Entscheidungen auf mich nehmen,
sofern auch andere für die Entscheidung
mitverantwortlich sind.
Ich habe das Recht,
„Ich verstehe das nicht“ zu sagen,
ohne mir dabei blöd vorkommen oder
Schuldgefühle haben zu müssen.
Ich habe das Recht,
„ Ich weiß es nicht“ zu sagen.
Ich habe das Recht, NEIN zu sagen,
ohne dabei Schuldgefühle haben zu müssen.
Ich muss mich nicht dafür entschuldigen
oder Gründe angeben, wenn ich NEIN sage.
Ich habe das Recht, andere um etwas zu bitten.
Ich habe das Recht,
an mich gerichtete Bitten abzuschlagen.
Ich habe das Recht, es anderen
mitzuteilen, wenn ich den Eindruck habe,
dass sie mich manipulieren,
betrügen oder ungerecht behandeln.
Ich habe das Recht,
zusätzliche Verpflichtungen abzulehnen,
ohne dabei Schuldgefühle haben zu müssen.
Ich habe das Recht, es anderen mitzuteilen,
wenn ihr Verhalten mich irritiert
Ich brauche meine persönliche Integrität
nicht zu kompromittieren
Ich habe das Recht,
Fehler zu machen und für sie die Verantwortung zu tragen.
Ich habe das Recht, mich zu täuschen.
Ich brauche nicht von allen gemocht,
bewundert und geachtet zu werden

Virginia Satir



beziehungen beenden

eine beziehung zu beenden erfordert mut und aufrichtigkeit - 
ob es sich um eine freundschaft, liebesbeziehung oder eine berufliche beziehung handelt.
manchmal mag es einfach erscheinen, die beziehung an mangelnder zuwendung eingehen zu lassen, 
als das risiko auf sich zu nehmen, das ende wirklich herbeizuführen. 
manchmal mag es einfacher erscheinen, 
dem anderen die verantwortung dafür zuzuschieben, dass er die beziehung beendet.
wir sind versucht, uns passiv zu verhalten. statt zu sagen, wie wir uns fühlen, 
was wir wünschen oder nicht wünschen und was wir beabsichtigen,
 beginnen wir die beziehung zu untergraben, in der hoffnung, den anderen 
durch unser verhalten zu dem heiklen schritt zu veranlassen.
das alles sind methoden, duch die man beziehungen beenden kan
wenn auch keine sauberen und empfehlenswerten.
wir, die wir nunmehr sorge für uns selbst tragen, erkennen, wann der zeitpunkt gekommen ist, 
eine beziehung zu beenden; wir wissen, dass hierfür ehrlichkeit und direktheit die besten mittel sind.
wenn wir der wahrheit aus dem wege gehen, obgleich wir sie erkennen,
 verhalten wir uns weder liebevoll noch gütig noch freundlich.
wir schonen nicht die gefühle des anderen, wenn wir die beziehung sabotieren, 
statt das ende oder die veränderung zu akzeptieren und in diesem sinne zu handeln.
 damit verlängern und erhöhen wir schmerz und unbehagen -für den anderen und für uns selbst.
wenn wir uns über die eigenen gefühle nicht im klaren, wenn wir unschlüssig sind,
 ist es liebevoller und ehrlicher, das auszusprechen.
wenn wir wissen, dass der zeitpunkt gekommen ist, eine beziehung zu beenden, sagen wir es.
den schlußstrich ziehen ist nie leicht; ein ende wird jedoch nicht leichter durch unehrlichkeit und ausflüchte.
sagen sie, was gesagt werden muss, aufrichtig und liebevoll, wenn die zeit dafür gekommen ist.
wenn wir vertrauensvoll in uns hinein höhren, werden wir erfahren, was wir wann zu sagen haben.



Freue dich ohne überheblich zu sein,
über das, was du erreicht hast, wie auch über deine Pläne. 
Behalte das Interesse an Deiner Arbeit, 
denn dein Tun und Handeln ist ein wahrer Besitz unter all den Dingen, 
deren Wert von Mal zu Mal abnimmt. 
Sei vorsichtig bei deinen Geschäften, denn die Welt ist voller List. 
Werde aber dadurch nicht blind gegenüber der Tatsache, dass es viele Menschen gibt, die Ideale haben.
 Sieh auch, dass es überall im Leben echte Tapferkeit gibt.
Sei du selbst. Vor allem täusche keine Zuneigung vor, noch werde zynisch was die Liebe angeht.
 Denn trotz aller Erstarrung und Entzauberung, die du um dich siehst, 
lebt die Liebe doch ewig fort wie das Gras.
Beuge dich freundlich dem Rat der Jahre, und gib mit Anmut jene Dinge aus der Hand, 
die der Jugend vorbehalten sind. 
Erhalte dir die Klarheit deiner Vernunft, denn sie vermag dich vor plötzlichem Unglück zu bewahren.
 Aber lasse dich nicht fallen in ständiges Grübeln. 
Viele Ängste sind nur eine Ausgeburt von Müdigkeit und Einsamkeit. 
Nichts gegen ein ausgewogenes Maß an Selbstdisziplin, im übrigen aber sei freundlich mit dir selbst. 
Du bist ein Kind des Universums, nicht anders als der Baum vor der Türe oder die Sterne am Himmel.
 Du hast ein Recht darauf, da zu sein. 
Ob es dir nun klar ist oder nicht: das Universum entfaltet sich seiner Bestimmung gemäß. 
Deshalb lebe im Einklang mit Gott, was immer du für ihn halten magst; 
und was immer diene Arbeit und dein Streben sein mag in der lärmerfüllten Wirrnis des Lebens,
 halte Frieden mit deiner Seele. 
Trotz aller Täuschungen und Plackereien und aller zerbrochenen Träume 
ist es doch eine wunderschöne Welt.
Sei bedachtsam und strebe danach glücklich zu sein.”



Warum verzeihen so wichtig ist

Fast jeder Mensch hat irgendwo in seinem Innern ein paar "unerledigte Geschichten. 
Ereignisse, die wir nicht verzeihen können. Viele quälen sich damit, darüber zu grübeln: 
"Warum nur! Wie kann er mir so etwas antun?" 
Da sich Gedanken auch auf unseren Körper und unsere Gefühle auswirken, können nachtragende 
Gedanken einem aus dem inneren Gleichgewicht bringen.
Was hindert uns daran, anderen zu verzeihen?
Das sind wir selbst. Wir sagen uns: "Sein Verhalten hat mich so stark getroffen
Das kann ich ihm nicht verzeihen!" 
Es ist eine Art „Bestrafung“, die wir damit bewirken wollen. 
Natürlich kann es eine Strafe für den anderen sein, wenn wir nicht bereit sind, ihm oder ihr zu vergeben. 
Aber wir übersehen dabei, dass wir uns so selber am meisten bestrafen. 
Wir verurteilen uns dadurch dazu, nicht vergessen zu können.
 Die „Bestrafung“ richtet sich gegen uns selbst. 
Der andere, den wir eigentlich so „treffen“ wollen, bekommt meist wenig davon mit. 
Auch wenn wir ihm aus dem Weg gehen und ihm dadurch unser Verletzt sein deutlich zeigen,
 wird er in der Regel lange nicht so betroffen sein wie wir selbst.
„Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern“, ist nicht nur ein Teil eines Gebetes, sondern eine Grundregel für das Wohlbefinden eines Menschen. 
Wer an seinem Schmerz festhält, bestraft sich letzen Endes selbst. 
Damit verschwenden wir unsere kostbare Lebensenergie, die wir sonst für Schöneres einsetzen könnten. 
Wer verzeiht, lässt nicht zu, dass andere Menschen
oder Ereignisse das eigene Leben dauerhaft beeinflussen können.
Es ist immer Zeit, zu vergeben.



Verzeihen ist eine schwierige Angelegenheit.

Die meisten von uns wurden schon verletzt, verlassen, betrogen, ausgenutzt oder hintergangen. 
Schmerzen können wie Messer sein, die das Herz zerreißen. 
Die Aufforderung doch endlich zu vergeben, erscheint unter solchen Umständen wie Hohn. 
Und doch ist es der einzige Weg, den Seelenfrieden wieder zu erlangen.
 Es ist hilfreich, sich folgende Tatsache vor Augen zu halten: Verzeihen bedeutet n i c h t,
 Verhalten zu entschuldigen. 
Es heißt – ICH NEHME DIE ENERGIE AUS DIESER SACHE HERAUS UND VERWENDE SIE KÜNFTIG FÜR DIE GESTALTUNG MEINES LEBENS. 
vielleicht hat Ihnen jemand früher etwas Schreckliches angetan. 
Es war sicherlich ganz schlimm, aber es w a r. 
Lassen Sie nicht zu, dass Verletzungen vergangener Tage die Gegenwart zerstören oder gar Ihre Zukunft. 
Sie sollen nicht vergeben, weil Sie ein gütiger Mensch sind, 
die Religion das von Ihnen verlangt oder „es sich einfach so gehört“. 
Richtiges Verzeihen bedeutet, Seele und Körper von negativer Energie zu reinigen.
„Der Schwache kann nicht verzeihen. Verzeihen ist eine Eigenschaft des Starken.“

Mahatma Ghandi




Ich kann mich einfach nicht entscheiden

Unser Lebensweg ist mit Entscheidungen gepflastert.
 Es gibt große und kleine Entscheidungen, die wir treffen müssen. 
Wir haben uns bereits dafür entschieden, zu heiraten oder alleine zu leben, 
Kinder zu bekommen oder kinderlos zu bleiben, 
aufs Land zu ziehen oder in der Stadt zu leben, ein Haus zu bauen oder zur Miete zu wohnen usw. 
Veränderte Lebensumstände wie etwa die Berentung, 
der Tod eines Partners oder eine gesundheitliche Beeinträchtigung erfordern es jedoch immer wieder, 
unsere Lebensweise anzupassen.
Wir können es nicht umgehen, Entscheidungen zu treffen. 
Auch jede Entscheidung, die wir aufschieben oder nicht treffen, 
ist eine Entscheidung - nämlich die Entscheidung, alles beim alten zu belassen. 
Manchen Menschen fällt es leicht, sich zu entscheiden, 
andere wiederum gehen tage-, monate- oder gar jahrelang schwanger, 
bis sie sich zu einer Entscheidung durchringen. 
Natürlich spielt dabei auch eine Rolle, welche Bedeutung die Entscheidung für unser Leben hat. 
Bei den meisten Menschen ist zu beobachten, 
dass sie sich mit zunehmendem Alter schwerer tun, Entscheidungen zu treffen. 
Womit unsere Entscheidungsschwierigkeiten zusammenhängen, wollen wir uns nun genauer anschauen.
Warum uns Entscheidungen schwer fallen
Es gibt viele unterschiedliche Gründe dafür, warum wir uns nicht oder nur schwer entscheiden können.
- Wir haben Angst vor den Konsequenzen und der Verantwortung. 
Wir glauben, nicht genügend Kraft zu haben, mit der Veränderung leben zu können. 
In unseren Köpfen kreisen negative Phantasien, was alles schief gehen könnte. 
Wir könnten uns hinterher maßlos über uns selbst ärgern, andere Menschen könnten uns ablehnen, auslachen, wir könnten nie mehr glücklich leben.
- Es gibt nur zwei negative Alternativen, zwischen denen wir uns entscheiden können.
Sich zu entscheiden zwischen einer positiven und einer negativen Alternative ist eine leichte Übung. 
Aber was, wenn wir nur zwischen zwei unangenehmen Alternativen wählen können wie beispielsweise zwischen dem Streit mit unserem Kind oder damit, 
weiterhin ausgenutzt zu werden? Zwei Alternativen, die beide mit negativen Konsequenzen verknüpft sind, 
können in unserem Kopf unendliche Diskussionsrunden auslösen und uns quasi am Diskutieren festhalten. 
Sind wir so weit, uns für eine Alternative zu entscheiden, kommt uns wieder die andere in den Sinn: "Ja, aber...." Wir kommen einfach nicht zum Handeln.
- Wir gestehen uns nicht zu, noch etwas in unserem Leben zu verändern. 
Wir glauben zu alt zu sein, um eine größere Entscheidung treffen zu können.
 Uns erscheint die Bürde zu schwer, die wir uns mit einer Entscheidung aufladen.
- Wir wollen hundertprozentig sicher sein, uns für die richtige Alternative zu entscheiden. 
Wir wollen uns nicht vorwerfen müssen, möglicherweise eine falsche Entscheidung getroffen zu haben. 
Dahinter steht die Einstellung, dass es nur richtige und falsche Entscheidungen gibt. 
Wir verlangen von uns, quasi in die Zukunft sehen zu können und zu wissen, was uns die Zukunft bringt. 
Haben wir eine Entscheidung getroffen, die sich doch nicht als so günstig erweist,
 machen wir uns Schuldgefühle und klagen uns an.
- Wir übertreiben die Bedeutung einer Entscheidung. 
Wir tun so, als ob unser Überleben von dieser Entscheidung abhänge. 
So erschweren wir uns beispielsweise den Kauf eines Kleidungsstücks, indem wir uns fragen: 
"Brauchst Du das wirklich?" 
Diese Frage führt uns jedoch meist auf einen Irrweg, 
denn wirklich zum Überleben brauchen wir nur ein Dach über den Kopf, ein Stück Brot und Wasser. 
Alles andere ist sozusagen Luxus.



Was Sie tun können, um sich Entscheidungen zu erleichtern

1. Fragen Sie sich, ob es wirklich um Leben und Tod geht. Wäre es wirklich eine Katastrophe, wenn sich Ihre Entscheidung als falsch herausstellen würde? Wie könnte Ihr Leben dann weitergehen? Wenn Sie sich und andere nicht in Lebensgefahr bringen, dürfen Sie auch Fehlentscheidungen treffen.
2. Wägen Sie ab: Was würden Sie verlieren, wenn Sie nichts tun würden? Was könnten Sie gewinnen, wenn Sie sich für die Veränderung entscheiden würden? Wie sind die Folgen kurz- und langfristig für Ihr Leben?
3. Besprechen Sie sich mit einer oder mehreren Freundinnen - am besten mit solchen, die entscheidungsfreudig sind. Auf diese Weise können Sie mehr Argumente für und wider zusammentragen.
4. Hilfreich ist es auch, sich die Argumente für und gegen die Entscheidung in zwei Spalten nebeneinander aufzuschreiben und dann durchzuzählen, ob die Argumente für oder dagegen überwiegen.
5. Hören Sie auf, von sich die absolut richtige Entscheidung zu erwarten. Sie können nicht alles vorhersehen. Vieles müssen Sie erst ausprobieren, um zu wissen, ob es für Sie geeignet ist. Meist hat eine Entscheidung sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf uns.
6. Wenn Sie einen Entschluss gefasst haben, sollten Sie ihn nicht ständig wieder in Frage stellen. Sagen Sie sich innerlich: "Stopp. Ich habe alle Argumente durchdacht und werde jetzt handeln".
7. Verzeihen Sie sich, wenn sich eine Entscheidung im nachhinein als ungünstig herausstellt. Erinnern Sie sich daran: "Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht. Alles, was ich in Erfahrung bringen konnte, habe ich durchdacht. Ich habe mein Bestes gegeben, eine richtige Entscheidung zu treffen. Ich kann nicht in die Zukunft sehen und alle Konsequenzen einer Entscheidung vollkommen abschätzen. Ich werde mir jetzt überlegen, wie ich das Beste aus der Situation mache."



Erwartungen

Es passiert, dass Menschen sich nicht so verhalten, wie man es von ihnen erwartet. 
Aber wieso erwarten wir es denn von ihnen? Weil es uns so gelehrt wurde, wir kennen es so, 
dass man Versprechen einhält, pünktlich zur Verabredung erscheint, nicht angelogen wird.
Wir erwarten, dass andere Menschen sind wie wir. Und hier begehen wir den größten Fehler. 
Andere Menschen sind nicht wie wir, sie fühlen nicht wie wir, sie denken nicht wie wir,
sie haben andere Lebensgeschichten zu erzählen. 
Andere Menschen machen andere Erfahrungen, ziehen daraus andere Schlüsse, 
sie haben andere Methoden Probleme zu bewältigen, 
Stress auszuhalten oder mit Enttäuschung umzugehen. Unsere Reaktion auf bestimmte Reize, 
also auch Verhalten in bestimmten Situationen entsteht aus einer Vielzahl von Faktoren, 
welche sich durch unsere Erziehung, unser Umfeld und Erfahrungen entwickelt haben.

Sind wir von etwas schwer enttäuscht, oder erleben im Gegenteil intensive 
Glücksgefühle in einem bestimmten Moment, 
also unsere Gefühle überschlagen sich, so assoziieren wir später alle Sinneswahrnehmungen,
 die wir während dieser Gefühlsachterbahn hatten, mit diesem Moment. 
Es bilden und verstärken sich Synapsen im Gehirn zwischen Reiz und Reaktion. 
Es passiert so beispielsweise, dass wenn wir bestimmte Musik hören, 
wir sofort ein flaues Gefühl im Magen bekommen 
und an die Zeit und Momente denken, in denen wir die Musik gehört haben. 
Der Körper kann dann auf den kleinsten Reiz extrem reagieren, weil er es so gelernt hat. 
Es sind also manche Menschen empfindlicher auf einen bestimmten Reiz, 
sei es eine Situation oder Worte eines Gegenüber, 
als andere, weil sie damit ganz andere Dinge verbinden. Je öfter man mit einer Handlung oder einem Verhalten schlechte Erfahrung macht, 
desto mehr wird man sie später vermeiden und umgekehrt verstärkt man Verhalten, 
was zum Erfolg führt (Pawlow'schen Experimente). Dies zeigt, dass Situation von unterschiedlichen Menschen völlig unterschiedlich wahrgenommen werden. 
Deswegen ist es oft schwer die Reaktion anderer Menschen überhaupt zu verstehen oder zu bewerten.

Sind wir maßlos von jemandem über eine Reaktion oder Handlung enttäuscht, 
hängt es teilweise mit den Erwartungen an das Verhalten der Person zusammen,
 welche sich durch scheinbare Menschenkenntnis gebildet haben und mit der mangelnden 
Fähigkeit mit dieser Enttäuschung umzugehen. 
Wir müssen also oft und immer wieder enttäuscht werden, 
bis wir es gelernt haben, dass es besser ist keine Erwartungen zu haben. 
Auch wenn wir es uns immer wieder vornehmen,
ohne Erwartungen in gerade zwischenmenschliche Situationen zu gehen,
 sind sie doch da, weil einfach das Ziel den Reiz ausmacht. 
Man muss also Opfer bringen um Ziele zu erreichen.

Wenn man sein Verhalten angepasst hat und jede Konfrontation mit potentiellen Enttäuschungen vermeidet, 
wird man wiederum nie die Erfahrungen machen, die einen vielleicht den anderen Weg zeigen, 
wie man den Enttäuschungen entkommt,
 und das Blatt für sich zu wenden. Ein Beispiel ist das Überbehüten von Kindern.
 Diese Kinder haben es nie gelernt mit Enttäuschung und Konflikten umzugehen,
sie haben sich keine Strategien zur Bewältigung entwickelt. 
Dies kann deren weiteres Leben komplizieren. 
Wir sollten uns folglich oft mit schweren Situationen konfrontieren und sie als Herausforderung verstehen. 
Herausforderungen für uns selbst.

Jede Enttäuschung bezüglich einer konkreten Erwartung bringt uns immer weiter in die Defensive. 
Irgendwann, und vielleicht gerade dann, wenn es sich gelohnt hätte sich zu überwinden, 
werden wir Chancen nicht wahrnehmen um nicht abermals enttäuscht zu werden. 
Und schon wieder dieses "wer nicht wagt, der nicht gewinnt". Wie weit geht man um Ziele zu erreichen?
 Muss man manchmal wirklich seinen ganzen Stolz aufgeben und sich erniedrigen, 
oder ist es Geduld die zum Ziel führt? Ist es das Ziel überhaupt wert? 
Alles Fragen, die man sich stellt, wenn man mal wieder vor Entscheidungen steht.



Nicht alle Erwartungen gehen in Erfüllung,
nicht immer ist deine Arbeit
von Erfolg gekrönt,
nicht alles ist deshalb umsonst gewesen.
Dabei habe ich mich so gefreut, denkst du.
Doch dein Traum
ist nicht in Erfüllung gegangen.
Du hast dich gefreut - das ist doch etwas.
Gib dich nicht der Enttäuschung hin,
erlaube ihr einen Besuch,
aber gewähre ihr kein Nachtquartier.
Der Freude öffne Tür und Tor,
lass sie Wurzeln schlagen
und Wohnung nehmen in dir.

Udo Hahn



Es sind eigentlich nur drei Schritte, die es Ihnen ermöglichen, 
im Hier und Jetzt zu leben:

Leben Sie nicht in der Vergangenheit
Wir alle kennen es. Wir denken an vergangene Dinge, mit denen wir noch nicht abgeschlossen haben. 
Immer wieder kehren unsere Gedanken in die Vergangenheit zurück und wir denken Gedanken wie z.B. "Wenn ich doch bloß ... hätte ..." 
Beliebt ist auch, dass wir uns wegen etwas schuldig fühlen, das wir nicht mehr ändern können. 
Aber es ist, wie es ist: Die Vergangenheit ist unwiderruflich vorbei und wir können dort nichts mehr ändern.
Was die Vergangenheit angeht können wir im "Hier und Jetzt" nur folgendes tun:

Wir können aus dem Vergangenen lernen.
Wir können uns und anderen verzeihen.
Wir können mit den Geistern der Vergangenheit abschließen.
Wir können uns heute reich und erfüllt, fühlen für alles,
was wir in der Vergangenheit erlebten, lernten und taten.

Trauern Sie also nicht länger Dingen nach, an denen Sie nichts mehr ändern können.
 Diese Energien sind vergeudet. Schließen Sie mit dem ab, was vergangen ist und nehmen Sie all das Positive daraus mit in das Heute. 
Hin und wieder können Sie dankbar und freudig zurückschauen, aber nicht um zu verweilen. 
Nicht das Gestern, sondern das Heute braucht Sie!

Leben Sie nicht in der Zukunft
Wer seinen gedanklichen Fokus zu sehr in die Zukunft richtet, lebt auch nicht heute. 
Viele Menschen, die zu sehr in die Zukunft schauen, machen sich entweder ständig Sorgen und denken: 
"Was, wenn dieses und jenes passiert?" oder sie projizieren das eigentliche Leben und Glück in die Zukunft: 
"Wenn ich erst genug Geld habe, dann bin ich glücklich. 
Wenn erst die Kinder aus dem Haus sind, dann mache ich dies und jenes.
" Beide Varianten halten uns davon ab, das Leben heute zu genießen. Keiner kann wissen, was morgen sein wird und Menschen, die versuchen, ihr Leben "aufzusparen",
 könnten morgen den sprichwörtlichen Dachziegel auf den Kopf bekommen, der alles beendet.
Natürlich ist es wichtig, von Zeit zu Zeit in die Zukunft zu schauen, um unseren Weg festzulegen, 
um uns zu überlegen, wo es hingehen soll. 
Persönliche Ziele festzulegen, ist ein wichtiger Schritt zu einem bewussten und erfülltem Leben. 
Aber sobald Ihnen klar ist, was Sie wollen, 
kehren Sie zurück aus der Zukunft und leben heute – 
denn nur im aktuellen Augenblick können Sie etwas dafür tun, Ihre Ziele zu erreichen.
Leben Sie in der Gegenwart
Leben Sie also nicht in der Vergangenheit und leben Sie auch nicht in der Zukunft. Leben Sie heute. 
Leben Sie jetzt. Saugen Sie das Leben in sich ein. Nehmen Sie mit allen Ihren Sinnen wahr, jetzt zu leben.
Leben Sie so, dass es morgen vorbei sein könnte, 
ohne dass Sie etwas bereuen würden, das Sie noch nicht getan haben. 
Erfüllen Sie sich Ihre Träume und erledigen Sie das, was unerledigt ist. Leben Sie heute so, dass Sie mit allen Geistern aus der Vergangenheit im Reinen sind.
 Nehmen Sie jede Erfahrung mit. Genießen Sie, was da ist. Nehmen Sie jede Chance wahr, 
die das Leben Ihnen bietet.
Werden Sie ein Experte im Genießen des Lebens. Versuchen Sie an allem,
 was Sie tun die positiven Seiten zu entdecken. 
Genießen Sie um des Genießens willen. Kosten Sie das Leben aus. Jede Minute. 
Jede Sekunde. Verschenken Sie nichts. 
Denn morgen könnte es vorbei sein.



A Mensch möcht i bleibn ...

Und net zur Numma möchte i werdn
Und Menschen möcht i sehn
Wö i bin sehr dagegn
Dass ma unsere Häusa nur mehr für Robota baun
Die deppat, nur im Fernseha schaun.

A Mensch möcht i bleibn
A klans Geheimnis möcht i hobn
Kugaln möchte i scheibn
Und schöne Stana möchte i grobn
I möcht singen und lachn und überhaupt tun was I wü
Aber i glaub da verlang i schon zvü.

A Mensch möchte i bleibn
Und i wü net verkauft werdn
Wie irgend a Stückl Woar
Net alles was an Wert hat
Muß a an Preis hobn
Aber mach des amoi wem klar!

A Mensch möcht i bleibn
Net als Leich möcht i sterbn
Weil es ist zum Speibn
Es ist zum Kotzen und zum Rearn
Wenn ma siacht was die Leut alles aufführn für Das deppate Göd
Es ist doch ganz was andas was zählt.

A Mensch möcht i bleibn
Und i wü net verkauft werdn
Wie irgend a Stückl Woar
Net alles was an Wert hat
Muß a an Preis hobn
Aber mach des amoi wem klar!

A Mensch möcht i bleibn
Und mein Lebn möcht i lebn
A Mensch möcht i bleibn
Und i werd alles dafür gebn
Das i des morgn erreicht hab von dem i heute no Tram
I wü net das i irgendwas versäum

Wolfgang Ambros
 
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