Kinder 4 - Sonnenstrahlenblumen~ Fotografie~Gedichte~Zitate

Sonnenstrahlenblumen
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Kinder 4

Kinder-Weisheiten


Segen für die Kinder dieser Welt

Möge eure Hand niemand fesseln,
Möge eure Füße niemand treten,
Möge eure Augen niemand blenden,
Möge eure Ohren niemand schließen.

Möge eure Körper niemand schlagen,
Möge eure Seele niemand verletzen,
Möge eure Stärke niemand brechen,
Möge euer Urvertrauen niemand mißbrauchen.
Möge euer Ich- immer euer Ich bleiben!
Dafür Gottes Segen -
euch Kindern in dieser Welt!
Amen.

unbekannt



Ziel der Erziehung sollte sein,
dass sich das Kind eigenständig und erwachsen verhält.
Es soll nicht ewig abhängen
von dem mütterlichen "Iss dein Gemüse"
und dem väterlichen "Lass das sein",
sondern selbst seine Entscheidungen treffen können
und die Konsequenzen berücksichtigen und ertragen.

Deshalb ist der Moment,
in dem das Kind sich von den Eltern entfernt
– ob nun geistig oder körperlich –
kein schwerer Augenblick,
in dem das Kind Abneigung gegen die Eltern zeigt;
sondern ein schöner Augenblick,
in dem das Kind beweisen kann,
dass es seine Lektionen begriffen hat.

Kimberly B. Kolbe



Montessoris Gebote für Mütter und Väter

Denk immer daran, dass Kinder sich alles von ihrem Umfeld abschauen. Sei also ihr größtes Vorbild.

Wenn du dein Kind viel kritisierst, wird das Erste, was es lernt, das Beurteilen Anderer sein.

Wenn du es hingegen regelmäßig lobst, wird es lernen, zu schätzen.

Was passiert, wenn du ihm Feindseligkeit vorlebst? Es wird lernen, sich zu streiten.

 Wenn du dich oft über dein Kind lustig machst, wird es sehr schüchtern werden.

Sorge dafür, dass dein Kind aufwächst und sich dabei zu jeder Zeit sicher fühlt, 
sodass es lernen kann, Anderen zu vertrauen.

Wenn du dein Kind verachtest, wird es eine sehr negative Empfindung von Schuld entwickeln.

Versuche, dafür zu sorgen, dass die Ideen und Meinungen deines Kindes immer akzeptiert werden, damit sie sich gut fühlen.

Wenn das Kind in einer Umgebung lebt, in der es sich behütet, integiert, geliebt und gebraucht fühlt, 
wird es lernen, Liebe in der Welt zu finden.

Sage nie etwas Schlechtes über dein Kind, weder, wenn es in der Nähe ist, noch, wenn es nicht da ist.

Konzentriere dich darauf, dass dein Kind auf optimale Weise aufwächst und sich entwickelt. 

Schätze immer die guten Seiten deines Kindes, sodass kein Platz für die schlechten bleibt.

Höre deinem Kind immer zu und gib ihm Antworten, 
wenn es mit einer Frage oder einem Kommentar zu dir kommt.

Respektiere dein Kind, auch wenn es einen Fehler begangen hat. Unterstütze es. 
Es wird es bald wiedergutmachen.

Sei bereit deinem Kind zu helfen, wenn es etwas sucht, aber sei auch bereit, 
ihm die Freiheit einzuräumen, es selbst zu finden.

Wenn du deinem Kind Anweisungen gibst, tu dies immer auf eine positive Weise. 
Biete ihm das Beste, was du zu bieten hast.

Wenn sich ein Kind selbstsicher fühlt, hört es auf, ständig den Zuspruch der Erwachsenen zu suchen.

Maria Montessori



 Erziehung

Bewußt und reflektierend miteinander leben und wachsen, die Kinder einfühlend begleiten,
Entfaltung ermöglichen, auch mal etwas fordern und begrenzen, mehr aber bestärken
und ermutigen, vor allem aber grundsätzlich akzeptieren, möglichst lieben,
das ist die beste Erziehung - oder besser, Be-ziehung.



Es besteht also kein Zweifel,
dass die wahre Kunst im Umgang mit kleinen Kindern darin besteht,
ihnen zur rechten Zeit und in der rechten Weise
sowohl Sicherheit und Körperkontakt
als auch Unabhängigkeit und Bewegungsfreiheit zu geben.

REBECCA WILD



Menschenjunges, 

dies ist Dein Planet
Hier ist Dein Bestimmungsort, kleines Paket
Freundliches Bündel, willkommen herein
Möge das Leben hier gut zu Dir sein!

Da liegst Du nun also endlich fertig in der Wiege
Du bist noch ganz frisch und neu, und ich schleiche verstohl‘n
Zu Dir, und mit großer Selbstbeherrschung nur besiege
Ich die Neugierde, Dich da mal rauszuhol‘n
Um Dich überhaupt erstmal genauer anzusehen
So begnüg‘ ich mich damit, an Deinem ersten Tag
Etwas verlegen vor Deiner Wiege rum zustehen
Und mir vorzustellen, was Dein Leben bringen mag

Mögest Du all‘ das erfahren und all‘ das erleben
Was erlebenswert und was im Leben wichtig ist
Mög‘ es noch Wiesen und Bäume und Maikäfer geben
Wenn Du im Maikäfersammelalter bist
Mögen auch allezeit Nägel, Murmeln, Strippe, Litze
Kleister, Brausepulver, Buntstifte und Feuerstein
Schraubenzieher, Isolierband, Knete und Lakritze
Reichlich in deinen Hosentaschen vorrätig sein!

Und eines Tags kommt der Tag, da sitze ich beklommen
Ratlos vor den Schularbeiten, die man Dir aufgab
Werde Deine Rechenaufgaben nicht rausbekommen
Für den Aufsatz, den ich Dir geschrieben hab‘
Wirst, Du, wenn Du sehr viel Glück hast, keinen Arrest kriegen
Aber als Entschädigung dafür werd‘ ich mit Dir
Drachen bauen, Bilder mal‘n und Doppeldecker fliegen
Und zeig‘ Dir den Umgang mit Lötlampe und Klavier

Ein paar Jahre später dann nach manch‘ blutigen Nasen
Nach unzähligen Pflastern über aufgeschlag‘nen Knien
Nach zerbroch‘nen Fensterscheiben, zertöpperten Vasen
Fehlgeschlagenen Erziehungstheorien
Nach erkannter Unwirksamkeit strenger Zeigefinger
Machen wir beide nämlich gemeinsam jeden Stuss
Jeden groben Unfug, und dann dreh‘n wir all‘ die Dinger
Die ich Dir bis dahin jedoch streng verbieten muss

Möge Dir, von dem, was Du dir vornimmst, viel gelingen!
Sei zufrieden, wenn‘s gelingt, und ohne Übermut
Versuch‘ Deine Welt ein kleines Stück voranzubringen
Sei, so gut es geht, zu Deinen Menschenbrüdern gut!
Tja, dann wünsch‘ ich Dir, daß ich ein guter Vater werde
Daß Du Freunde findest, die Dich lieben, und dass Du
Spaß hast an dem großen Abenteuer auf der Erde!
„Hals- und Beinbruch“, da kommt was auf Dich zu

Rainhard Mey



Wenn Kinder die Welt erobern

Wenn Kinder die Welt erobern, 
dann treten sie einfach ein, in dein Leben.
Sie nehmen dich einfach gefangen,
 zeigen dir, dass sie dich brauchen.

Wenn Kinder die Welt erobern, 
wärmen sie sich an dir und fühlen sich wohl in deiner Hand,
 lassen sich führen und zeigen die Schönheit der Sekunde.

Wenn Kinder die Welt erobern, 
stecken sie dich mit ihrem Lächeln,
 aber auch mit ihren Tränen an und erklären dir, 
was Anteilnahme heißt.

Wenn Kinder die Welt erobern, 
freuen sie sich über eine kleine Münze und stoßen Schreie des Entzückens über Entdeckungen aus,
 an denen wir vorübergehen.

Wenn Kinder die Welt erobern, 
dann - treten sie einfach ein in den Leben - andere Dimensionen werden dich ab nun bewegen, 
denn sie haben deine Welt erobert.



dein kind
nicht dein besitz

ganz abhängig
ganz frei

nicht gemacht
sondern geschaffen

gebärde
des schöpfers

glück
dir nur so

in den schoß
gefallen



Apfelbäumchen

Ich weiß gar nicht, wie ich beginnen soll,
So viel Gedanken, und mein Herz ist übervoll,
So viele Gefühle drängen sich zur selben Zeit,
Freude, Demut und Dankbarkeit.
Im Arm der Mutter, die dich schweigend hält,
Blinzelst du vorsichtig ins Licht der Welt,
In deinen ersten Morgen, und ich denk´,
Dies ist mein Kind, welch ein Geschenk!

Wenn alle Hoffnungen verdorr´n,
Mit dir beginn ich ganz von vorn,
und Unerreichbares erreichen, ja ich kann´s!
Du bist das Apfelbäumchen, das ich pflanz´!

Sieh dich um, nun bist du ein Teil der Welt,
Die sich selbst immerfort in Frage stellt,
Wo Menschen ihren Lebensraum zerstör´n,
Beharrlich jede Warnung überhör´n.
Ein Ort der Widersprüche, arm und reich,
Voll bitt´rer Not und Überfluß zugleich,
Ein Ort der Kriege, ein Ort voller Leid,
Wo Menschen nichts mehr fehlt, als Menschlichkeit!

Du bist ein Licht in ungewisser Zeit,
Ein Ausweg aus der Ausweglosigkeit,
Wie ein Signal, den Weg weiterzugeh´n,
Herausforderung, weiter zu besteh´n.
Wo Vieles voller Zweifel, Manches zum Verzweifeln ist,
Da macht ein Kind, daß du alle Zweifel vergißt.
Es sind in einer Welt, die ziel- und ratlos treibt,
Die Kinder doch die einz´ge Hoffnung, die uns bleibt!

Reinhard Mey


Nicht dass du auf Wolken schwebst, sondern dass du
mit beiden Beinen in dieser Welt aufrecht gehen lernst.

Nicht dass du mit Samthandschuhen angefasst wirst,
sondern dass du ehrlichen Menschen begegnest,
die sich über deine Gaben freuen und deine Fehler verzeihen.

Nicht, dass man dich mit Geschenken überhäuft und
auf Rosen bettet, sondern dass du immer einen Menschen findest,
der es von Herzen gut mit dir meint, der Zeit hat für dich und für dich betet.

Nicht, dass du eines Tages bestaunt oder
beneidet im Rampenlicht stehst, sondern dass du täglich
neu Freude findest an deinem Leben.

Und wenn du eines Tages deine ganz eigenen,
unverwechselbaren Wege gehst, denen wir nicht mehr zu folgen vermögen
oder die wir nicht verstehen, wenn uns der Raum oder
dann auch die Zeit trennen, dann wünschen wir dir,

dass du Wurzeln schlägst in dieser wunderbaren Erde,
dass du deine Hände, dein Herz, deine Ohren und Augen
offen behältst für den Himmel, dass du sagen kannst:
„Ich habe es versucht“, dass du keinem sein Glück neidest
und dem helfen kannst, der dich um Hilfe bittet.

Möge Gott es fügen, dass du an jedem Morgen spürst: ICH BIN GELIEBT!

 G. Engelsberger



Kleiner Engel!

Einmal trat ein kleiner Engel vor Gott und sprach zu Ihm:
Gott, du warst stets mein Freund und Begleiter, doch bald ist
es an der Zeit, dass ich auf die Erde geschickt werde.
Und nun habe ich Angst davor!
Ich werde das Himmelreich und all mein bisheriges Wissen
vergessen.
Aber nicht das macht mir Kummer, sondern der Gedanke
daran dich zu vergessen.
Wirst du mich nicht auch Vergessen?

Eine Weile schwieg Gott, dann lächelte er und meinte:
Fürchte dich nicht mein kleiner Engel, denn ich werde dich
nie vergessen.
Und auch deine Gedanken werden mir gelten.

Aber wie soll ich das merken?
Auf Erden kann ich ja nicht mit dir sprechen, erwiderte der
kleine Engel etwas enttäuscht.
Du bist doch soweit entfernt!

Aber natürlich kannst du mit mir sprechen, und ich werde
dir immer zuhören, wo du auch bist!

Der Engel schien nicht überzeugt.
Und dennoch mache ich mir Sorgen.
Ich möchte doch einen Beweis.

Keine Angst mein Kind, du wirst deinen Beweis bekommen.
Denn wenn du auf die Welt gekommen bist, werden dich
deine Eltern taufen lassen.
Damit du immer weißt, dass ich stets an deiner Seite stehe.

Eine Zeitlang schaute der kleine Engel zu Boden, dann meinte
er: Ich möchte dir etwas schenken.
Das Einzige und wertvollste was ich besitze.
“Ich schenke dir mein Vertrauen.“

Dann nahm Gott seinen kleinen Engel in die Arme.

Und da erwachte ein kleines Kind in den Armen seiner Mutter
und erblickte zum ersten Mal in seinem Leben
“DAS LICHT DER WELT!“


 
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