Kinder 1 - Sonnenstrahlenblumen~ Fotografie~Gedichte~Zitate

Sonnenstrahlenblumen
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Kinder 1

Kinder-Weisheiten


Enkel bist du!
Siegen und Sorgen gestern Gewesener dankst du dein Dasein.
Hälst als Ahnherr Segen und Fluch fernster Geschlechter hütend in Händen.

aus der Edda



Möge der erste Schritt, den Du ins Leben tust,
ein Gang wie auf Wolken sein,
und möge stets eine helfende Hand da sein,
die Dich auffängt, wenn Du zu fallen drohst.

Volksweisheit / Volksgut



"Geboren wird nicht nur das Kind durch die Mutter, 
sondern auch die Mutter durch das Kind"

Gertrud von Le Fart




Ich bin NUR eine Mutter??

Ich kann es nicht ausstehen, 
wenn die Leute sagen "Du bist ja nur Mutter!"

Ja ich bin nur eine Mutter -
und eine verdammt gute dazu:
Köchin, Kindermädchen, Lehrerin, Bedienung,
Krankenschwester, Schiedsrichter, Fotografin,
Sicherheitsdienst, Taxifahrerin, Eventplanerin,
Frisörin, Vorleserin und Beraterin.

Ich verjage Monster aus dem Schlafzimmer,
rede mit unsichtbaren Freunden und
halte imaginäre Lichtschwertkanonen.

Ich habe keinen bezahlten Urlaub, 
kein Krankengeld und ab 17 Uhr 
fängt der Stress oft erst an. 

Ich arbeite Tag und Nacht, 
bin 7 Tage in der Woche 24 Stunden lang 
in Breitschaft - für den Rest meines Lebens.

Das heißt es "nur" Mutter zu sein ...
Für manche da draußen bin ich nichts besonderes,
aber für jemand ganz Besonderen bin ich Alles. 

Verfasser unbekannt



An meine Tochter

Du bist ein zauberhaftes Wesen
mit Deiner Jugend, Deiner Schönheit und Reinheit
wenn ich Dich anschaue, finde ich mich in Dir wieder
Deine Träume waren auch einst meine Träume
halte sie fest, habe den Mut sie zu realisieren;

Laß Dir Deine Träume niemals wegnehmen
auch nicht wenn es Menschen gibt die über sie und Dich lachen
Menschen die versuchen durch Ihren Neid
Dir Steine in den Weg zu legen.

Hebe sie auf und schleudere sie in dieses phantasielose Nichts
welches für viele Menschen Leben bedeutet
wo nur Gier und negative Gedanken die Regie führen

Leben mein Kind, das ist das
was ich versucht habe Dir zu vermitteln
Güte, Liebe, Verständnis und Gefühl
die Welt der Poesie, eine Welt ohne Grenzen
die Freiheit sich zu entfalten
egal ob Du reich oder arm bist
denn reich an Wissen und Gefühl zu sein
das ist wahrer Reichtum.

Trete mutig Deinen Gegnern gegenüber
schau ihnen in die Augen mit Deinem klaren stolzen Blick
Du wirst schnell merken, daß sie Deinem Blick nicht
standhalten können, dann schau nicht hochnäßig auf Sie herab
sondern versuche durch das Strahlen Deiner Augen zu übermitteln, 
daß Du Sie trotz allem was sie Dir antun nicht verachtest --- 
auch wenn es Dir schwer fällt versuche sie trotzdem zu verstehen.

Lebe jede Minute Deines Lebens so, 
daß Du stets vor Dir selber gerade stehen kannst 
meine Tochter

© Celine Rosenkind



Mit jedem neugeborenen Kind geht eine kleine Sonne auf.

Irmgard Erath



Die Entscheidung, ein Kind zu haben ist von großer Tragweite.
Denn man beschließt für alle Zeit, dass das Herz außerhalb des Körpers herumläuft.

(Elisabeth Stone)



Kinder lächeln

Kinder müssen nicht große Reden schwingen,
nicht kläglich um Worte ringen,
die Wahrheit nicht beugen,
um zu gewinnen und überzeugen.

Kinder müssen nicht heucheln,
das Gewissen nicht meucheln,
um keinen Mund Honig streichen,
um was zu erreichen.

Kinder müssen nicht schmeicheln,
um Herzen zu brechen,
nicht Schwüre hecheln.
Kinder lächeln.

© Günter Fritsch



Von den Kindern

Deine Kinder sind nicht Deine Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst.
Sie kommen durch Dich, aber nicht von Dir,
und obwohl Sie mit dir sind, gehören Sie dir doch nicht.
Du kannst ihnen Deine Liebe geben,
aber nicht Deine Gedanken,
denn Sie haben Ihre eigenen Gedanken.
Du kannst Ihrem Körper ein Heim geben,
aber nicht Ihrer Seele,
denn Ihre Seele wohnt im Haus von morgen,
das Du nicht besuchen kannst,
nicht einmal in Deinen Träumen.
Du kannst versuchen, Ihnen gleich zu sein,
aber suche nicht, Sie Dir gleich zu machen.
Denn das Leben geht nicht rückwärts
und verweilt nicht beim Gestern.
Du bist der Bogen, von dem Deine Kinder
als lebende Pfeile ausgeschickt werden!



Kinder lernen das, was sie erleben
Wenn ein Kind nur Kritik erlebt, lernt es zu verurteilen.
Wenn ein Kind nur Feindseligkeit erlebt, lernt es,
aggressiv zu sein.
Wenn ein Kind nur Spott erlebt, lernt es, schüchtern zu sein.
Wenn ein Kind nur Schmach erlebt, lernt es,
sich schuldig zu fühlen.
Wenn ein Kind Toleranz erlebt, lernt es, geduldig zu sein.
Wenn ein Kind Hoffnung erlebt, lernt es, zuversichtlich zu sein.
Wenn ein Kind Güte erlebt, lernt es, gerecht zu sein.
Wenn ein Kind Hilfsbereitschaft erlebt, lernt es,
Vertrauen zu haben.
Wenn ein Kind Bestätigung erlebt, lernt es, mutig zu sein.
Wenn ein Kind Geborgenheit und Freundschaft erlebt,
lernt es, in der Welt die Liebe zu finden.

(Doretj Law Nolte)



Solange die Kinder klein sind,
gib ihnen Wurzeln,
Wenn sie älter geworden sind,
gib ihnen Flügel



Schlage ein Kind nie,
wenn es traurig oder ängstlich ist,
dann nimm es einfach in den Arm.
von den Hopi Indianern



In den ersten Lebensjahren eines Kindes
bringen ihm die Eltern gehen und sprechen bei.
In den späteren verlangen sie dann, dass es still sitzt und den Mund hält.

Johannes Nepomuk Nestroy



Erziehung sollte keine Vorbereitung auf das Leben sein, 
sondern das Leben selbst.

Anthony de Mello



Was ist passiert?

Manchmal denke ich nach und frage mich: Was ist passiert?

In deinem Bauch, Mama, war alles so einfach.
Ob du wohl weißt, Mama,
dass ich nichts anderes will, als geliebt zu werden
und mich wohl zu fühlen?

In deinem Bauch, Mama, hatte ich nie Hunger,
nun kenne ich das Gefühl
und kann nichts anderes tun als – weinen!
In deinem Bauch, Mama, war ich nie allein,
nun kenne ich das Gefühl
und kann nichts anderes tun als – weinen!
In deinem Bauch, Mama, war ich nie allein,
und muss wieder – weinen!

So oft weiß ich nicht: Was ist passiert?!?
Und kann wieder nichts anderes tun
als laut schreien und rebellieren.
Mama, ich will dich ganz bestimmt nicht ärgern,
aber ich bin noch ein kleines unreifes Wesen,
mit einer eigenen Persönlichkeit,
die sich entwickeln möchte.
Bitte bewahr mir meine Persönlichkeit ...
mach mich dir weiter vertraut,
ich bin "vielleicht" liebesbedürftiger als andere Babys,
oder ich versuche mich lauter mitzuteilen,
schau mir weiterhin gut zu, und probiere immer was Neues aus,
dann verstehen wir uns auch ohne Worte.

Ach, Mama, es war so schön in deinem Bauch,
und ich dachte, alles würde so weitergehen.

Ganz langsam beginne ich zu verstehen,
dass du mir bei meiner Geburt
ein großes Paket geschenkt hast.
Einen Sack voll Liebe, viel Verständnis,
sanft wie Wolkenstreifen am Himmel.
Ein Bündel voller Gefühle – und deine ganze Zärtlichkeit.
Bitte hilf mir ... mein Paket ... richtig auszupacken,
dann können wir uns auch weiter vertrauen,
während andere an uns zweifeln.

Ich will doch keinen Terror machen,
sondern nur geliebt werden.
Mama, ist das nicht das Bedürfnis aller Menschen?
Ich wünsche mir Wertschätzung,
ohne bewertet zu werden.

Sei auch etwas nachsichtiger mit dir,
du machst auch gar nichts falsch.
Ich bin ein besonderes liebesbedürftiges Baby,
und du gibst mir deine ganze Liebe,
aber gönne dir auch mal eine Pause.

Mama, sieh es mal so ...:
Du bist mein Lieblingslied, darum singe ich so laut.
Habe dich ganz toll lieb,
denn du warst und bist meine Heimat.
MEINE MAMI!!!!

Verzeih mir, wenn ich so viel weine und das Leben durcheinander bringe,
aber wir lernen ja miteinander umzugehen
und werden es auch schaffen,
da wir mit dem Herzen denken, – und nur da kann man Herzlichkeit finden.

Einen dicken Schmatzi für deinen ersten Muttertag
von deiner kleinen Sheryl.



Väter 
 Eine Liebeserklärung

Sperrt die Männer nicht aus dem Kinderzimmer, sondern bringt ihnen bei, wie sie sich dort sinnvoll betätigen können. Der Platz des Vaters ist dort so gut wie der der Mutter, und die Kinder brauchen ihn. Lasst die Väter fühlen, dass sie ihr Teil beitragen können, und sie werden voll Freude Anteil nehmen. Das wird für alle in der Familie gut sein.

LOUISA M. ALCOTT



Segne dieses Kind

und hilf uns,ihm zu helfen, 
dass es sehen lernt mit seinen eigenen Augen
das Gesicht seiner Mutter
und die Farbe der Blumen
und den Schnee auf den Bergen
und das Land der Verheißung

Segne dieses Kind und hilf uns, ihm zu helfen, 
dass es hören lernt mit seinen eigenen Ohren
auf den Klang seines Namens
auf die Weisheit der Weisen
auf die Sprache der Liebe
und das Wort der Verheißung

Segne dieses Kind und hilf uns, ihm zu helfen, 
dass es greifen lernt mit seinen eignen Händen
nach der Hand seiner Freunde
nach Maschinen und Plänen
nach dem Brot und den Trauben
und dem Land der Verheißung

Segne dieses Kind und hilf uns, ihm zu helfen, 
dass es reden lernt mit seinen eignen Lippen
von den Freuden und Sorgen
von den Fragen der Menschen
von den Wundern des Lebens
und dem Wort der Verheißung

Segne dieses Kind und hilf uns, ihm zu helfen, 
dass es gehen lernt mit seinen eigenen Füßen
auf den Straßen der Erde
auf den mühsamen Treppen
auf den Wegen des Friedens
in das Land der Verheißung

Segne dieses Kind und hilf uns, ihm zu helfen,
 dass es lieben lernt mit seinem ganzen Herzen.



Als Gott den Vater schuf

Als Gott den Vater erschuf, fing er mit einem großen Gestell an.
Ein in der Nähe stehender weiblicher Engel sagte: "Was für ein Vater ist denn das? Wenn du Kinder machst, die so nahe am Boden sind, warum machst du dann den Vater so groß? Er wird nicht mit Murmeln spielen können, ohne niederzuknien, ein Kind nicht zudecken, ja nicht einmal küssen können, ohne sich zu bücken."
Und Gott lächelte und sagte: "Du hast recht, aber wenn ich ihn nicht größer mache als ein Kind, zu wem sollen die Kinder dann aufschauen?"
Und als Gott die Hände des Vaters machte, waren sie groß und kräftig.
Der Engel schüttelte traurig den Kopf und meinte: "Weißt du, was du da machst? Große Hände sind plump. Sie haben Schwierigkeiten mit den Sicherheitsnadeln für Windeln, kleinen Knöpfen, Haargummis für Pferdeschwänze, sogar mit Splittern von Baseballschlägern."
Und Gott lächelte und sagte: "Ich weiß, aber dafür sind sie groß genug, um alles zu halten, wenn der kleine Junge am ende des Tages seine Taschen ausleert, aber auch wiederum klein genug, um sich an das Gesicht eines Kindes zu schmiegen."
Und dann formte Gott lange, muskulöse Beine und breite Schultern.
Der weibliche Engel fiel beinahe in Ohnmacht. "Man merkt, dass es Ende der Woche ist", meinte sie glucksend. "Weißt du eigentlich, dass du einen Vater ohne Schoß gemacht hast? Wie soll er denn ein Kind zu sich hochziehen, ohne das es ihm zwischen die Beine fällt?"
Und Gott lächelte und sagte: "Die Mutter braucht einen Schoß. Ein Vater braucht starke Schultern, um einen Schlitten zu ziehen, einen Jungen auf dem Fahrrad zu halten, und sie müssen breit genug sein, damit sich auf dem Weg vom Zirkus nach Hause ein müdes Kind darauf niederlassen kann."
Gott war dabei, die größten Füße aller Zeiten zu formen, als sich der Engel nicht mehr beherrschen konnte. "Das ist nicht Fair. Glaubst du wirklich, dass diese großen Latschen frühmorgens, wenn das Kind weint, aus dem Bett kommen werden? Oder dass sie durch eine Kinder-Geburtstagsparty laufen können, ohne mindestens drei der Gäste zu zertrampeln?"
Aber Gott lächelte und sagte: "Sie sind genau richtig. Du wirst schon sehen! Sie tragen ein kleines Kind, das auf einem Pferd bis Kalifornien reiten will, sie verjagen die Mäuse in der Sommerhütte und passen in Schuhe, die man am Nikolaustag gerne füllen wird."
Gott arbeitete die ganze Nacht hindurch, er gab dem Vater wenige, aber kräftige Worte, eine gebieterische Stimme und Augen, die alles sehen und dabei ruhig und verständnisvoll bleiben.
Endlich, ganz zuletzt, fügte er die Tränen hinzu.
Dann wandte er sich zu dem Engel um und fragte: "Bist du nun zufrieden, jetzt, da er lieben kann wie eine Mutter?"
Der Engel verstummte.

von Erma Bombeck



Die beiden Hände

Es sagte einmal die kleine Hand zur großen Hand:
Du große Hand, ich brauche dich,
weil ich bei dir geborgen bin.

Ich spüre deine Hand,
wenn ich wach werde und du bei mir bist,
wenn ich Hunger habe und du mich fütterst,
wenn du mir hilfst, etwas zu greifen und aufzubauen,
wenn ich mit dir meine ersten Schritte versuche,
wenn ich zu dir kommen kann, weil ich Angst habe.

Ich bitte dich:
bleibe in meiner Nähe und halte mich.

Und es sagte die große Hand zur kleinen Hand:
Du kleine Hand, ich brauche dich, weil ich von dir ergriffen bin.

Das spüre ich,
weil ich viele Handgriffe für dich tun darf,
weil ich mit dir spielen, lachen und herumtollen kann,
weil ich mit dir kleine wunderbare Dinge entdecke,
weil ich deine Wärme spüre und dich lieb habe,
weil ich mit dir zusammen wieder bitten und danken kann.

Ich bitte dich:
bleibe in meiner Nähe und halte mich.

nach Gerhard Kiefel



Bitten eines Kindes an seine Eltern und Erzieher

Verwöhne mich nicht!
Ich weiß sehr wohl, dass ich nicht alles bekommen kann, wonach ich frage, ich will dich nur auf die Probe stellen.

Weise mich nicht im Beisein anderer Leute zurecht, wenn es sich vermeiden lässt!
Ich werde deinen Worten viel mehr Beachtung schenken, wenn du zu mir leise unter vier Augen sprichst.

Sei nicht ängstlich, im Umgang mit mir immer standhaft zu bleiben!
Mir ist diese Haltung lieber, weil ich mich dann sicherer fühle.

Schenke meinen kleinen Unpässlichkeiten nicht zu viel Aufmerksamkeit!
Sie verschaffen mir nur manchmal die Zuwendung, die ich benötige.

Hindere mich daran, schlechte Angewohnheiten anzunehmen.
Ich muss mich darauf verlassen können, dass Du sie schon in ihren Ansätzen erkennst.

Sei nicht fassungslos, wenn ich dir sage: "Ich hasse dich!"
Ich hasse 0nicht dich, sondern deine Macht, meine Pläne zu durchkreuzen.

Bewahre mich nicht vor den Folgen meines Tun’ s!
Ich muss auch einmal peinliche Erfahrungen machen.

Nörgle nicht!
Wenn du das tust, schütze ich mich dadurch, dass ich mich taub stelle.

Mache keine raschen Versprechungen!
Bedenke, dass ich mich schrecklich im Stich gelassen fühle, wenn Versprechungen gebrochen werden.

Sei nicht inkonsequent!
Das macht mich völlig unsicher und lässt mich mein Vertrauen zu dir verlieren.

Unterbrich mich nicht, wenn ich Fragen stelle!
Wenn du das tust, so wirst du bemerken, dass ich mich nicht mehr an dich wende, sondern versuche meine Informationen anderswo zu bekommen.

Sag nicht, meine Ängste seien albern!
Sie sind erschreckend echt, aber du kannst mich beruhigen, wenn du versuchst, sie zu verstehen.

Versuche nicht, immer so zu tun, als seiest du perfekt oder unfehlbar.
Der Schock ist für mich zu groß, wenn ich herausfinde, dass du es doch nicht bist.

Denke nicht, dass es unter deiner Würde sei, dich bei mir zu entschuldigen!
Eine ehrliche Entschuldigung erweckt bei mir ein überraschendes Gefühl der Zuneigung.

Vergiss nicht, ich liebe Experimente!
Ich kann ohne sie nicht groß werden. Bitte halte es aus.

Vergiss nicht, wie schnell ich aufwachse.
Es muss für dich sehr schwer sein, mit mir Schritt zu halten, aber bitte, versuche es!

Verfasser unbekannt



Tod einer Unschuldigen

Ich ging zu einer Party, Mama,
ich erinnerte mich, was Du sagtest.
Du ermahntest mich, nicht zu trinken, Mama,
also trank ich Soda stattdessen.
Ich fühlte mich richtig stolz, Mama,
so wie Du es mir vorausgesagt hattest.
Ich habe nicht getrunken, um dann zu fahren, Mama,
obwohl mir die anderen sagten, es sei nichts dabei.
Ich weiß, ich tat das Richtige, Mama,
ich weiß, Du hast immer Recht.
Nun ist die Party zu Ende, Mama,
und alle fahren sie fort.
Als ich in meinen Wagen stieg, Mama,
wusste ich, ich würde rasch nach Hause fahren,
weil Du mich so erzogen hast,
verantwortungsbewusst und lieb.
Ich fuhr also los, Mama, aber als ich auf die Straße auffuhr,
sah mich der andere Wagen nicht, Mama,
er fuhr einfach über mich drüber.
Als ich lag auf dem Asphalt, Mama,
hörte ich den Polizisten sagen,
“Der andere Typ war betrunken”, Mama,
Und nun bin ich es die bezahlen wird.
Ich liege hier sterbend, Mama. . .
Ich wünsche Du wärst bald hier.
Wie konnte das geschehen, Mama?
Mein Leben zerplatzt wie ein Ballon.
Überall um mich ist Blut, Mama,
das meiste davon ist meins.
Ich höre den Arzt sagen, Mama,
Bald werde ich sterben.
Ich wollte Dir nur sagen, Mama,
ich schwöre, ich habe nichts getrunken.
Es waren die anderen, Mama,
die andere haben nicht nachgedacht.
Er war wohl auf derselben Party wie ich.
Der einzige Unterschied ist, er hat was getrunken.
Und ich werde sterben.
Warum betrinken sich die Leute, Mama?
Es kann ihr ganzes Leben zerstören.
Jetzt fühl ich heftige Schmerzen.
Es sticht wie ein Messer.
Der Typ, der mich anfuhr, der geht, Mama,
und ich denke das ist nicht fair.
Ich liege hier im Sterben
Und alles, was er kann, ist zu starren.
Sag meinem Bruder, er soll nicht weinen, Mama,
schreibt “Papas Mädchen” auf mein Grab.
Jemand hätte ihm sagen sollen, Mama,
kein Alkohol hinter dem Steuer.
Wenn sie es im bloß gesagt hatten, Mama,
wäre ich noch am leben.
Mein Atem wird kürzer, Mama,
ich bekomme solche Angst.
Bitte weine nicht um mich, Mama.
Du warst immer da als ich Dich brauchte.
Ich habe nur noch eine letzte Frage, Mama.
Bevor ich mich verabschiede.
Ich bin nicht betrunken gefahren,
also warum bin ich diejenige, die stirbt?

Verfasser unbekannt



Als Gott die Mutter erschuf.....

Als der liebe Gott die Mutter schuf, machte er bereits den sechsten Tag Überstunden. Da erschien der Engel und sagte: "Herr. Ihr bastelt aber lange an dieser Figur!" Der liebe Gott sprach: "Hast Du die speziellen Wünsche auf der Bestellung gesehen? Sie soll Nerven wie Drahtseile haben und einen Schoß, auf dem Zehn Kinder gleichzeitig sitzen können und trotzdem muss sie auf einem Kinderstuhl Platz haben. Sie soll einen Rücken haben, auf dem sich alles abladen lässt und sie soll in einer überwiegend gebückten Haltung leben können. Ihr Zuspruch soll alles heilen, von der Beule bis zum Seelenschmerz: und sie soll sechs paar Hände haben!" Da schüttelte der Engel den Kopf und sagte: "Sechs Paar Hände, das wird kaum gehen!" "Die Hände machen mir keine Kopfschmerzen", sagte der liebe Gott, "aber die drei paar Augen, die eine Mutter haben muss!" "Gehören die denn zum Standardmodel!?" fragte der Engel. Der liebe Gott nickte: "Ein Paar Augen, das durch geschlossene Türen blickt. während sie fragt: Was macht ihr denn da drüben? - Obwohl sie es längst weiß. Ein zweites Paar im Hinterkopf, mit dem sie sieht, was sie nicht sehen soll, aber wissen muss. Und natürlich noch die zwei Augen hier vorn, aus denen sie ein Kind ansehen kann, das sich unmöglich benimmt und die trotzdem sagen: Ich verstehe dich und habe dich lieb", ohne dass sie ein einziges Wort spricht" "O Herr!" sagte der Engel und zupfte ihn leise am Ärmel, geht schlafen und macht morgen weiter." "Ich kann nicht", sagte der liebe Gott, "denn ich bin nahe dran, etwas zu schaffen, das mir einigermaßen ähnelt. Ich habe es bereits geschafft, dass sie viele Kinder mit einem winzigen Geburtstagskuchen zufrieden stellt; dass sie einen Sechsjährigen dazu bringen kann, sich vor dem Essen die Hände zu waschen; einen Dreijährigen davon überzeugt, dass Plastilin nicht essbar ist und übermitteln kann, dass Füße überwiegend zum Laufen und nicht zum Treten von mir gedacht waren!" Der Engel ging langsam um das Modell der Mutter herum. "Zu weich", seufzte er. "Aber zäh", sagte der liebe Gott energisch. "Du glaubst gar nicht, was diese Mutter alles leisten und aushalten kann!" "Kann sie denken?" "Nicht nur denken, sondern sogar urteilen, Kompromisse schließen und vergessen!", sagte der liebe Gott. Schließlich beugte sich der Engel vor und fuhr mit dem Finger über die Wange des Modells "Da ist ein Leck", sagte er, "Ich habe Euch ja gesagt, Ihr versucht zuviel in das Modell hineinzupacken!". "Das ist kein Leck", sagte der liebe Gott, "das ist eine Träne." "Wofür ist Sie'?" "Sie fließt bei Freude, Trauer, Schmerz, Enttäuschung und Verlassenheit" "Ihr seid ein Genie", sagte der Engel. Da blickte der liebe Gott versonnen: "Die Träne". sagte er leise, "ist das Überlaufventil"



Willkommen

Willkommen, kleiner Mensch im Leben
dein Platz bei uns ist längst bereit,
um dir Geborgenheit zu geben
und Heimat für die Erdenzeit

Lang war der Weg zur frohen Kunde
lang wird das Warten, wenn man liebt.
die Sorge wuchs mit jeder Stunde,
ob nichts den Schritt ins Leben trübt.

Wie schön du bist, gesund und kräftig,
so winzig, doch voll Energie,
erschreist dir deine Rechte heftig.
ich lerne deine Sprache früh.

Du nimmst mit deinen kleinen Händen
Kontakt zum Umfeld auf und willst
im Schlaf dein Lächeln allen senden,
die du mit Dank und Stolz erfüllst.

Lass mein Versprechen dich begleiten.
es gilt, bis meine Kraft zerbricht.
in guten und in schlechten Zeiten
wird mir dein Wohl zur ersten Pflicht.

Ich will dich tragen, will dich halten,
solange dir mein Arm genügt,
bunt deinen Lebenstraum gestalten,
soweit' s in meinen Kräften liegt.

Ich will dich lehren, aufrecht zu gehen,
aufrecht zu denken lebenslang.
ich will dich lehren aufzustehen,
wenn ein zu großer Schritt misslang.

Du musst erst lernen, Fuß zu fassen,
dann kannst du eigene Wege gehen.
ich muss erst lernen loszulassen,
nicht hinderlich im Wege stehn.

Nicht fesseln will ich, nur umsorgen,
was mir vom Schöpfer anvertraut.
schlaf' nun getrost bis in den Morgen,
der auf ein neues Wunder schaut.

Gisela Palm



Eltern, die mit den Kindern glücklich sind, die sie haben,
haben meistens Kinder,
die mit den Eltern glücklich sind die sie haben.

Unbekannt



Gelobt habe ich dich, damit du mutig wirst,
gestraft, damit du nicht übermütig wirst.

Unbekannt



Herz für Kinder

Die kleine Eva ist schüchtern,
ihre Mutti leitet eine Boutique in der Stadt
Die kleine Eva weint viel
ihr Pappi rasiert sich jeden Morgen ganz glatt.
Eva zittert stark bei Dunkelheit,
ihre Eltern sind zu zweit.
Eva kreischt laut, wenn sie alleine bleibt
ja, wer hat schon so viel Zeit.
Der Urlaub gebucht
die Kirche besucht,
das Auto sauber und poliert.
die Karriere gezielt,
ganz adrett überspielt
was hinter dieser Fassade passiert

Das Herz für Kinder bleibt ganz kühl
nur ein Abziehbildgefühl
es klebt an einem Autoheck,
es schlug noch nie am rechten Fleck

Der kleine Frank ballt die Fäuste
und tritt den anderen Kindern die Sandburgen ein.
Der kleine Frank wird schnell wütend,
und grinst erst wieder,
wenn die anderen schreien,
sein Rücken ist oft grün und rot und blau
Mutter ist `ne schwache Frau
Vater will´nen echten Mann zum Sohn,
ja, wem schaden Prügel schon
Weiß ist das Hemd,
Liebe ist fremd,
das Auto sauber und poliert,
ein freies Land,
es geht niemand was an,
was in den eig´nen vier Wänden passiert.

Das Herz für Kinder bleibt ganz kühl
nur ein Abziehbildgefühl
es klebt an einem Autoheck,
es schlug noch nie am rechten Fleck

Das Herz für Kinder bleibt ganz kühl
nur ein Abziehbildgefühl
es klebt an einem Autoheck,
es löst sich ab
und liegt im Dreck

Das Herz für Kinder bleibt ganz kühl
nur ein Abziehbildgefühl
es klebt an einem Autoheck,
es schlug noch nie
noch nie am rechten Fleck

Text: Hartmut Engler / Pur



Wer ohne Kinder lebt,
der weiß von keinem Leide.
Wer ohne Kinder stirbt,
der weiß von keiner Freude.



Kinder sind tabu

Solche Bilder hab´ ich noch nie gesehen
Solche Bilder will ich auch nie mehr seh´n
Mitleid und Abscheu
Mir war nur noch schlecht.
Dass es so was gibt, hab´ ich wohl gewusst
Sie verstecken es hinter perverser "Lust"
Doch die nackte Gewalt
ist das Mittel und der Zweck
Die jungen Opfer sind zerbrechliche Wesen
sind hilflos, sie haben nichts getan
Opfer, die man leicht beeinflussen kann
Sie sind völlig schutzlos, ausgeliefert
Angst, die sie gefügig macht
bedroht und eingeschüchtert.
Nein – Verbrechen ist kein Spaß
Und Liebe ist kein Hass.
Kinder sind tabu, Kinder sind tabu
Lasst die kleinen Menschen in Ruhe
Ihr Leben verstehen – ohne Angst und Gewalt
Sich wachsen seh´n – Kinder sind tabu
Das ist kein Kavaliers– kein Sexualdelikt
Sie machen Geld damit – sogar im Internet
Kinder werden videogerecht gequält.
Das ist nicht weit weg, das ist unter uns
Diese "Zärtlichkeit" ist Folterkunst
jedes Schuld– und Mitgefühl krank – fremd
Wenn ich als Vater an die Opfer denke
mir das Mitleid für die Täter fehlt
dann geb´ ich zu, ich will´s nicht versteh´n
Wie man einem schwachen kleinen Mann
einer kleinen Frau so was antun kann
Jeder ist mir zuwider, der Kinder so benutzt
Sie brauchen unseren Schutz.
Kinder sind tabu, Kinder sind tabu
Lasst die kleinen Menschen in Ruhe
Ihr Leben verstehen – ohne Angst und Gewalt
Sich wachsen seh´n – Kinder sind tabu
Wenn der "nette Herr" dort in der Nachbarschaft
sich an kleinen Jungs zu schaffen macht
ist der Schaden groß, doch die Strafe klein
das wird schon nicht so schlimm gewesen sein.
Wenn der "gute Onkel" der den Kitzel vermisst
zu ganz kleinen Mädchen ganz "lieb" ist
Dann reicht es, wir drücken kein Auge mehr zu
Fasst sie nicht an, lasst sie endlich in Ruh´
Denn Kinder sind tabu.

Text: Hartmut Engler / Pur



Ein Kind ist ein Buch,
aus dem wir lesen
und in das wir schreiben sollen.

Peter Rosegger



Gib dem kleinen Kind einen dürren Zweig,
es wird mit seiner Phantasie Rosen daraus sprießen lassen.

Jean Paul



Wenn Du da bist

Diese Art Glanz in ihren Augen
hab` ich zuvor noch nie geseh`n
Sie strahlt von innen her
von da wo du noch wohnst

Seit ich von Deiner Ankunft weiß
wart` ich auf die neue Zeit
steht meine Welt mir Kopf
denn 1+1 gibt 3

Die Welt, die auf Dich wartet
ist nicht wie sie gerne wär – nein
doch das hat Zeit, nur keine Angst
Du kannst Dich wirklich trau`n

Vier Hände voller Liebe streicheln sich um dich,
und ich schwör dir: deine Mutter ist ne klasse Frau.

Wenn Du da bist
Wenn Du Licht siehst
und das zum allerersten Mal

Wenn sie Dich sieht
Wenn Du mich siehst
dann glaub` ich, werden Wunder wahr

Wir steh`n Dir bei, wir zwei
Wir steh`n Dir bei, aus zwei mach drei

Du bist das größte Abenteuer
Du hast mir gerade noch gefehlt
Sie trägt Dich voller Stolz
in ihrem wunderschönen Bauch

Fühl Dich nur wohl um Deine Haut
Deiner Mutter anvertraut
bleibt Deine Welt noch klein
und Deine kleine Seele rein

Dass etwas schief geh`n könnte
klar, das macht uns etwas Angst
Doch was auch immer sein wird
wir freuen uns so auf Dich
ich bin bei Dir
und Deine Mutter schaukelt Dich schon raus

Wenn Du da bist
Wenn Du Licht siehst
und das zum allerersten Mal

Wenn sie Dich sieht
Wenn Du mich siehst
dann glaub` ich, werden Wunder wahr

Wir steh`n Dir bei, wir zwei
Wir steh`n Dir bei,

Ich kann Dir noch nicht helfen
Ich kann Dich noch nicht seh`n
Ich kann nur ganz viel an Dich denken
und Du kannst mich singen hör`n

Wenn Du da bist
Wenn Du Licht siehst
und das zum allerersten Mal

Wenn sie Dich sieht
Wenn Du mich siehst
dann glaub` ich, werden Wunder wahr

Wir steh`n Dir bei, wir zwei
Wir steh`n Dir bei

Text: Hartmut Engler / Pur



Kinder, die man nicht liebt, werden Erwachsene, die nicht lieben.

Pearl S. Buck



Man kann in Kinder nichts hineinprügeln,
aber vieles aus ihnen herausstreicheln.

Astrid Lindgren



Man kann ohne Liebe Holz spalten und ohne Liebe Ziegel formen;
aber ohne Liebe darf man nicht mit Kindern umgehen.

Tolstoi



Ein kleiner Teddybär

Ich schaue einem Kind beim Schlafen zu,
es schläft so sanft und leicht!
Zuerst war den ganzen Tag keine Ruhe,
jetzt schläft's so engelsgleich!

Den ganzen Tag war so viel Neues und so viel Abenteuer
und immer größer, höher, immer mehr!
Jetzt liegt in seinem Arm ganz still
ein kleiner Teddybär!

Ist immer gleich, der kleine Bär,
am Ohr, da fehlt ein Stück!
Doch wenn das Kind gerade Angst gehabt hat,
beruhigt sein Gebrumm!

Da geht so viel, da geht's oft rund in so einem jungen Leben,
geht's auf und ab und geht s auch kreuz und quer!
Er bleibt so, wie er immer war,
der kleine Teddybär!

Wenn man auch einmal älter wird,
eins bleibt immer gleich:
Dass man in dem ganzen Wahnsinn, dem ganzen Chaos
einen Ruhepol bräucht!

Es kann ein Buch sein, das man kennt
ein Lied, das zu dir gehört
Ein Platz, den man seine Heimat nennt,
ein Mensch, der dich versteht!

Man bleibt in seinem Leben niemals ganz der gleiche Mensch doch
man hat's in seinem Leben einfach schön,
wenn man für sich was finden kann -
als kleinen Teddybär!
Schmusedecke, Lieblingsnuggl, Teddybär!

v. Bluatschink



Man könnt erzogene Kinder gebären,
wenn die Eltern erzogener wären.

Johann Wolfgang von Goethe



Kinder

Es ist eine Belastung, sagt die Erfahrung.
Es ist große Verantwortung, sagt die Vorsicht.
Es ist nichts als Sorge und Leid, sagt die Angst.
Es gibt kein größeres Glück,
sagt die Liebe …



Kinder und Uhren dürfen nicht ständig aufgezogen werden,
man muss sie auch gehen lassen.

Jean Paul



Auch der Weiseste kann unermesslich viel von Kindern lernen.

Rudolf Steiner



Mädchen sind keine Indianer 

Deutsch-Hausaufgabe: Gibt es Unterschiede zwischen Mädchen und Jungs?

Mädchen sind keine Indianer. Indianer kennen nämlich keinen Schmerz und dürfen deshalb nicht weinen. Mädchen weinen aber oft gerne. Jungs weinen eigentlich nie und wenn, dann zeigen sie es keinem, weil es peinlich ist. Überhaupt haben die Mädchen mehr Gefühl als die Jungen und mehr Haare, die sie lang wachsen lassen. Jungs sind praktischer. Kurze Haare machen wenig Arbeit. Meine große Schwester steht jeden Morgen eine Stunde vor dem Spiegel, ich gar nicht. Da verändert sich ja doch nichts. Bei ihr eigentlich auch nicht - aber sie macht das trotzdem.
Mädchen können halt nicht logisch denken. Jungs wachsen später Haare im Gesicht und auf der Brust. Mädchen wachsen Brüste. Deshalb haben sie auch im Sommer immer oben rum was an. Vielleicht schämen sie sich, weil sie auf einmal anders aussehen.
Jungs brauchen nur eine Hose, auch wenn es heiß ist. Mädchen tragen oft keine Hosen, sondern Röcke. Vielleicht weil sie so stolz auf ihre Beine sind? Aber dann könnten sie ja auch kurze Hosen tragen. Ich glaube, die Frauen kommen alle aus Schottland. Deshalb müssen sie Röcke tragen.
Wenn Mädchen älter werden, fangen sie an, sich im Gesicht zu bemalen. Den Mund rot, die Augen blau und die Backen orange. Jungs machen das nur an Karneval und dann aber richtig bunt. Mädchen sind eitel, sagt mein Papa. Manche Jungs wollen auch wie die Mädchen sein. Die stechen sich dann auch Löcher in die Ohren. In die stecken sie glitzernde Knöpfe rein. Ich finde das doof. Sie sollten froh sein, dass sie Jungs sind.
Jungs dürfen nämlich hinterher bestimmen. Das finde ich gut. Gott hat zuerst den Adam gemacht und dann aus seiner Brust die Eva geschnitten. (Vielleicht wachsen Frauen deshalb Brüste?!) Der Mann war also als erster da. Deshalb darf er bestimmen.
Jungs können besser Fußball spielen, und auch alle großen Politiker sind Männer. Wer wichtig ist, trägt nämlich eine Krawatte. Und Frauen machen das nicht. Sogar der liebe Gott ist ein Mann. Dem müssen alle gehorchen. Der braucht keine Krawatte, der hat einen Bart.
Unfair finde ich, dass Frauen nicht arbeiten brauchen. Die sitzen nur in der Wohnung und kümmern sich um die Kinder. Wenn der Mann dann nach Hause kommt, fangen sie Streit an. Deshalb kommen manche Männer auch nicht mehr nach Hause.
Jungs müssen die Mädchen beschützen, weil sie stärker sind. Jedes Mädchen braucht einen Jungen. Männer helfen gerne. Deshalb tun sie sich hinterher mit einer Frau zusammen und beschützen sie. Das nennt man "Miteinander-Gehen". Manche Männer machen das auch mit mehreren Frauen. Die sind dann besonders stark. Jungs sind einfach besser als Mädchen. Wenn der Klapperstorch zu Männern kommen würde, dann könnten wir die Frauen abschaffen.

Jan Binder (3a)



Kinder erleben nichts so scharf und bitter wie die Ungerechtigkeit.

Charles Dickens



Eltern verzeihen ihren Kindern die Fehler am schwersten,
die sie ihnen selbst anerzogen haben

Marie von Ebner-Eschenbach


Es gibt kein Alter,
in dem alles so irrsinnig intensiv erlebt wird wie die Kindheit.
Wir Großen sollten uns daran erinnern, wie das war.

Astrid Lindgren



DIE GOLDENE SCHACHTEL

Vor einiger Zeit hat ein Mann seine 5 Jahre alte Tochter für das Vergeuden einer Rolle von kostspieligem Goldverpackungspapier bestraft. Geld war knapp und er wurde wütend, als das Kind das ganze Goldpapier verbraucht hat, um eine Schachtel zu verzieren, um sie unter den Weihnachtsbaum zu legen. Dennoch brachte das kleine Mädchen am folgenden Morgen die Geschenkschachtel ihrem Vater und sagte: "Das ist für dich, Papa". Der Vater war verlegen, weil er am Vortag so überreagiert hatte. Er öffnete die Geschenkschachtel und wurde wieder sehr zornig, als er sah, dass diese leer war. Wütend sagte er zu ihr: "Weißt du nicht, junge Dame, dass, wenn man jemandem ein Geschenk gibt, auch etwas in der Verpackung sein sollte?" Das kleine Mädchen betrachtete ihn mit Tränen in den Augen und sagte: "Papa, sie ist nicht leer. Ich habe so viele Bussis hinein gegeben, bis sie ganz voll war." Der Vater war ganz zerknirscht. Er fiel auf die Knie und legte seine Arme um sein kleines Mädchen und bat sie, ihm seinen

unnötigen Zorn zu verzeihen. Nur kurze Zeit später starb das kleine Mädchen bei einem Autounfall. Nach dem Tod seines kleinen Mädchens behielt der Vater sein ganzes Leben lang die Goldschachtel neben seinem Bett. Immer wenn er durch schwierige Probleme entmutigt wurde, öffnete er seine Goldschachtel und stellte sich vor, einen Kuss von seinem kleinen Mädchen herauszunehmen und erinnerte sich dabei an die Liebe des Kindes, die sie dort hinein gegeben hatte.

Jeder von uns hat so eine goldene Schachtel, die gefüllt ist mit unbedingter Liebe und Küssen von unseren Kindern, von Familie und Freunden. Das ist der kostbarste Besitz, den man haben kann.




Ich glaube, die Kinder sehen die Dinge so,
wie sie immer gewesen sind,
mit oder ohne Strumpfbänder -
die Seele der Kinder hat ihre Bedürfnisse
und die haben sich nie geändert.

Astrid Lindgren



Auch ein kleines Kind hat viele Schwierigkeiten durchzustehen;
es ist hilflos und schutzlos gegen Schmerz und Krankheit. Doch es überlässt alles seiner Mutter.
Sein ganzes Leben spiegelt sich in einem einzigen Blick – und dieser Blick ist ein Lächeln

Georges Bernanos



Du bist kein Kind des Zufalls

Vergiss es nie: Dass du lebst, war keine eigene Idee,
und dass du atmest, kein Entschluss von dir:
Vergiss es nie: dass du lebst war eines anderen Idee,
und dass du atmest, sein Geschenk an dich.

Vergiss es nie. Niemand denkt und fühlt und handelt
so wie du, und niemand lächelt so wie du s grad tust.
Vergiss es nie: Niemand sieht den Himmel ganz genau wie du, und niemand hat je, was du weißt, gewusst.

Vergiss es nie: Dein Gesicht hat niemand sonst auf
dieser Welt, und solche Augen hast alleine du.
Vergiss es nie: Du bist reich, egal, ob mit, ob ohne Geld,
denn du kannst leben! Niemand lebt wie du.

Du bist gewollt, kein Kind des Zufalls, keine Laune der Natur,
ganz egal, ob du dein Lebenslied
in Moll singst oder Dur.
Du bist ein Gedanke Gottes,
ein genialer noch dazu....

Denn ... Du bist Du

Jürgen Werth



Wo jemand so viel Geborgenheit schafft,
dass Kinder auch in einfachen Verhältnissen das Lachen nicht vergeht,
da ist mehr Glück zu Hause als in jedem Palast.



Kinderhände

sieh dort die kleinen Kinderhände
die greifen nach der großen Welt
vom Geist gesteuert ohne Wände
der Globus wird zum kleinen Zelt

sie tasten lustig nach dem Neuen
und nicht gezielt nach altbewährt
und lassen Kinderherzen freuen
wenn Neugier den Erfolg erfährt

sie sind so weich wie eine Blüte
sie streicheln doch verletzen nie
die Kinderhand als Wundertüte
für Frieden und viel Harmonie

Otmar Heusch



Gibt es ein Leben nach der Geburt?

Ein ungeborenes Zwillingspärchen unterhält sich im Bauch seiner Mutter.
"Sag mal, glaubst du eigentlich an ein Leben nach der Geburt?" fragt der eine Zwilling.
"Ja auf jeden Fall! Hier drinnen wachsen wir und werden stark für das was draußen kommen wird." antwortet der andere Zwilling.
"Ich glaube, das ist Blödsinn!" sagt der erste. "Es kann kein Leben nach der Geburt geben – wie sollte das denn bitteschön aussehen?"
"So ganz genau weiß ich das auch nicht. Aber es wird sicher viel heller als hier sein. Und vielleicht werden wir herumlaufen und mit dem Mund essen?"
"So einen Unsinn habe ich ja noch nie gehört! Mit dem Mund essen, was für eine verrückte Idee. Es gibt doch die Nabelschnur, die uns ernährt. Und wie willst du herumlaufen? Dafür ist die Nabelschnur viel zu kurz."
"Doch, es geht ganz bestimmt. Es wird eben alles nur ein bisschen anders."
"Du spinnst! Es ist noch nie einer zurückgekommen von 'nach der Geburt'. Mit der Geburt ist das Leben zu Ende. Punktum."
"Ich gebe ja zu, dass keiner weiß, wie das Leben nach der Geburt aussehen wird. Aber ich weiß, dass wir dann unsere Mutter sehen werden und sie wird für uns sorgen."
"Mutter??? Du glaubst doch wohl nicht an eine Mutter? Wo ist sie denn bitte?"
"Na hier – überall um uns herum. Wir sind und leben in ihr und durch sie. Ohne sie könnten wir gar nicht sein!"
"Quatsch! Von einer Mutter habe ich noch nie etwas bemerkt, also gibt es sie auch nicht."
"Doch, manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen hören. Oder spüren, wenn sie unsere Welt streichelt...."

nach Henry Nouwen



Die Tränen der Frauen

Ein kleiner Junge fragte seine Mutter:
"Warum weinst du?"
"Weil ich eine Frau bin," erzählte sie ihm.
"Das versteh ich nicht," sagte er.
Seine Mama umarmte ihn nur und sagte:
"Und das wirst du auch niemals."
Später fragte der kleine Junge seinen Vater:
"Warum weint Mutter scheinbar ohne einen Grund?"
"Alle Frauen weinen ohne Grund," war alles,
was sein Vater sagen konnte.
Der kleine Junge wuchs heran, wurde ein
Mann und fragte sich immer noch,
warum Frauen weinen.
Endlich rief er das Höchste Wesen an, und als
das Höchste Wesen ans Telefon kam
fragte er: "Höchstes Wesen, warum weinen
Frauen so leicht?"
Das Höchste Wesen sagte: " Als ich die Frau
machte, musste sie etwas Besonderes sein.
Ich machte ihre Schultern stark genug,
um die Last der Welt zu tragen,
doch sanft genug, um Trost zu spenden.
Ich gab ihr eine innere Kraft,
um sowohl Geburten zu ertragen,
wie die Zurückweisungen,
die sie von ihren Kindern erfährt.
Ich gab ihr eine Härte,
die ihr erlaubt weiterzumachen,
wenn alle Anderen aufgeben
und ihre Familie in Zeiten von
Krankheit und Erschöpfung zu
versorgen, ohne sich zu beklagen.
Ich gab ihr Gefühlstiefe, mit der sie ihre
Kinder immer und unter allen Umständen liebt,
sogar wenn ihr Kind sie sehr schlimm verletzt hat.
Ich gab ihr Kraft, ihren Mann mit seinen
Fehlern zu ertragen und machte
sie aus seiner Rippe, damit sie sein
Herz beschützt.
Ich gab ihr Weisheit, damit sie weiß, dass
ein guter Ehemann niemals seine Frau verletzt,
aber manchmal ihre Stärke und ihre Entschlossenheit testet,
unerschütterlich zu ihm zu stehen.
Und zum Schluss gab ich ihr eine Träne zum Vergießen. Die ist
ausschließlich für sie, damit sie davon Gebrauch macht,
wann immer es nötig ist.
Siehst du: Die Schönheit der Frau ist nicht
In der Kleidung, die sie trägt,
die Figur, die sie hat oder in der Art,
wie sie die Haare trägt.
Die Schönheit einer Frau muss in ihren Augen
erkannt werden, weil sie das Tor zu ihrem Herzen sind, der Ort,
an dem Liebe wohnt.

(by Tutj Hinekahukura Arenui)



Als der liebe Gott die Erzieherin schuf...

machte er bereits den 6. Tag Überstunden. Da erschien der Engel und sagte: Herr, Ihr bastelt aber lange an dieser Figur! Der liebe Gott sprach: Hast Du die speziellen Wünsche auf der Bestellung gesehen?
Sie soll pflegeleicht, aber nicht aus Plastik sein, sie soll 100 bewegliche Teile haben, sie soll Nerven wie Drahtseile haben und einen Schoss, auf dem 10 Kinder gleichzeitig sitzen können und trotzdem muss sie auf einem Kinderstuhl Platz haben. Sie soll einen Rücken haben, auf dem sich alles abladen lässt. Und sie soll in einer überwiegend gebückten Haltung leben können.
Ihr Zuspruch soll alles heilen, von der Beule bis zum Seelenschmerz, sie soll 6 Paar Hände haben.
Da schüttelte der Engel den Kopf und sagte: 6 Paar Hände, dass wird kaum gehen! Die Hände machen mir keine Kopfschmerzen, sagte der liebe Gott, aber die 3 Paar Augen, die eine Erzieherin haben muss.
Gehören die denn zum Standardmodell? fragte der Engel.
Der liebe Gott nickte: Ein Paar, dass durch die geschlossenen Türen blickt, während sie fragt: Was macht Ihr denn da drüben? - Obwohl sie es schon längst weiß. Ein zweites Paar im Hinterkopf, mit dem sie sieht, was sie nicht sehen soll, aber wissen muss. und natürlich zwei Augen hier vorn, aus denen sie ein Kind ansehen kann, dass sich unmöglich benimmt und die trotzdem sagen: Ich verstehe Dich und habe Dich sehr lieb - ohne das sie ein einziges Wort spricht.
Oh, Herr, sagte der Engel und zupfte ihn leise am Ärmel, geht schlafen und macht morgen weiter. ich kann nicht, sagte der Herr, denn ich bin nahe daran, etwas zu schaffen, was mir einigermaßen ähnelt. Ich habe es bereits geschafft, dass sie sich selbst heilt, wenn sie krank ist, dass sie 25 Kinder mit einem winzigen Geburtstagskuchen zufrieden stellt, dass sie einen sechsjährigen dazu bringen kann, sich vor dem Essen die Hände zu waschen, einen dreijährigen davon überzeugt, dass Knete nicht essbar ist und übermitteln kann, dass Füße überwiegend zum Laufen und nicht zum Treten von mir gedacht waren.
Der Engel ging langsam um das Modell der Erzieherin herum. Zu weich, seufzte er. Aber zäh , sagte der liebe Gott energisch. Du glaubst gar nicht, was diese Erzieherin alles leisten und aushalten kann!
Kann sie denken?
Nicht nur denken, sondern sogar urteilen und Kompromisse schließen, sagte der liebe Gott, und vergessen!
Schließlich beugte sich der Engel vor und fuhr mit dem Finger über die Wange des Modells.
Da ist ja ein Leck, sagte er. Ich habe Euch ja gesagt, dass Ihr zuviel versucht in
das Modell hineinzupacken. Das ist kein Leck! , sagte der liebe Gott, das ist eine
Träne. Wofür ist sie?
Sie fließt bei Freude, Trauer, Enttäuschung, Schmerz und Verlassenheit. Ihr seid ein Genie! sagte der Engel. Da blickte der liebe Gott versonnen und sagte:
Die Träne ist das Überlaufventil!



Sind so kleine Hände

winzige Finger dran
Darf man nie drauf schlagen
Die zerbrechen dann.
Sind so kleine Füße
mit so kleinen Zehn.
Darf man nie drauf treten
könn sie sonst nicht gehen.
Sind so kleine Ohren
scharf, und ihr erlaubt.
Darf man nie zerbrüllen
werden davon taub.
Sind so schöne Münder
sprechen alles aus.
Darf man nie verbieten
kommst sonst nichts mehr raus.
Sind so klare Augen
Die noch alles sehn.
Darf man nie verbinden
könn sie nichts verstehn.
Sind so kleine Seelen
offen und ganz frei.
Darf man niemals quälen
gehen kaputt dabei.
Ist so’n kleines Rückgrat
sieht man fast noch nichts.
Darf man niemals beugen
weil es sonst erbricht.
Grade, klare Menschen
wär’n ein schönes Ziel.
Leute ohne Rückgrat
hab’n wir schon zu viel.

Bettina Wegner


 
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